Hückelhoven-Hilfarth - Frühlingsfest mit viel Politik

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Frühlingsfest mit viel Politik

Von: Pia Wilbrand
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Manfred Maresch (li) und Detlef Stab (M) ehrten die Jubilare der IGBCE: Hermann-Josef Thoenissen, Udo Delissen, Willi Kültsch, Willi Fuchs, Franz-Josef Piosik, Walter Phillip und Reiner Wild (v.li). Mit dabei, aber nicht geehrt: Dieter Geitner, stellvertretender Bürgermeister ((5.v.li). Foto: Kerkhoff

Hückelhoven-Hilfarth. Ein Raunen ging durch den rot-weiß geschmückten Saal im Haus Sodekamp, als Detlef Stab, Ortsgruppenvorsitzender Sophia-Jacoba, beim Frühlingsfest der IG Bergbau, Chemie und Energie (IGBCE) in seiner Begrüßungsrede darauf hinwies, dass jeder Einwohner Hückelhovens „vom Säugling bis zum Greis” mit 1301 Euro verschuldet sei, da die Stadt jedes Jahr knapp sechs Millionen Euro Schulden mache.

Außerdem arbeite die schwarz-gelbe Bundesregierung sozialer Ungleichheit und Ungerechtigkeit nicht entgegen, „sondern verschlimmert die Situation noch mit steuerlicher Bevorzugung Vermögender, der Kopfpauschale bei der gesetzlichen Krankenversicherung oder ausbleibenden Mindestlöhnen”. „Einen guten Schritt Richtung Zukunft” in Hückelhoven stelle die Eröffnung des C&A Hauses dagegen dar, meinte Stab auf die lokale Politik Bezuig nehmend.

Die Festansprache hielt dann Manfred Maresch, stellvertretender Bezirksleiter des Bezirkes Alsdorf. Er rekapitulierte, auf welche Ereignisse und Neuerungen des Gewerkschaftslebens, der Sozialgesetzgebung und des Sportes der Jahre 1950, 1960, 1970 und 1985 zurückgeblickt werden könne. In diesen Jahren traten nämlich die an diesem Abend zu ehrenden Jubilare der Industriegewerkschaft bei. Außerdem sprach er Themen wie „die Wirtschaftskrise und ihre Folgen”, Klimapolitik und die Politik der Bundesregierung an. Maresch appellierte an alle Anwesenden, ihre Stimmen bei der Wahl in nordrhein-Westfalen am 9. Mai abzugeben.

Nach einer kurzen Ansprache des stellvertretenden Bürgermeisters Dieter Geitner wurden sechs Jubilare geehrt. Der siebte Angekündigte erschien leider nicht. Der stellvertretende Bürgermeister meinte augenzwinkernd: „Um 20 Uhr macht C&A zu, vielleicht kommt er dann ja noch”. Er kam aber trotz langen Wartens nicht.
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