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Frühförderung ist eine spielerische Förderung

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Barbara Jouck, Leiterin der Interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle (IFF), begrüßte zur Informationsveranstaltung den Kinder- und Jugendarzt Dr. Robert Meisen (r.), der jetzt dort ebenfalls tätig ist, und Heinz Schmitz, Mitbegründer der Lebenshilfe, der sich besonders für die Frühförderung engagiert. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Die Interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle (IFF) im Kinderzentrum Triangel in Heinsberg-Grebben bietet neben Möglichkeiten der heilpädagogischen Förderung und einzelnen Therapien wie Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie jetzt auch eine Komplexleistung an, die vom Kinderarzt verordnet werden kann.

Sie besteht aus einer Kombination von heilpädagogischen, kinderärztlichen, psychologischen sowie medizinisch-therapeutischen Maßnahmen.

Möglich wurde dieses erweiterte Angebot der Einrichtung, die zur Lebenshilfe gehört, durch die Kooperation mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) der Städtischen Kliniken Mönchengladbach. Mehrere Mitarbeiter des SPZ, der Kinder- und Jugendarzt Dr. Robert Meisen und seine Vertreterin Dr. Ursula Dreisbusch sowie die Psychologinnen Pia Jansen und Alexandra Peter, werden deshalb jetzt auch zeitweise in Grebben (Im Hofbruch) tätig sein.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung stellten Lebenshilfe-Geschäftsführer Edgar Johnen, Einrichtungsleiterin Barbara Jouck und das Team der Einrichtung Kinderärzten aus dem Kreis das neue Konzept vor. „Im 30. Jahr des Bestehens der Frühförder- und Beratungsstelle ist dies für uns ein nächster, wichtiger Entwicklungsschritt”, betonte Johnen.

„Unsere Angebote richten sich an Kinder von Geburt an bis zur Einschulung sowie an deren Eltern, denn wir verstehen uns als Anlaufstelle für ratsuchende Familien”, erklärte Jouck. „Wir sind für sie da, wenn die Entwicklung eines Kindes ungewöhnliche Wege nimmt.” Als Beispiele nannte sie zu früh geborene Kinder oder Babys, die häufig schreien. Unterstützung bietet die IFF auch, wenn ein Kind in seinen Bewegungen unsicher oder ungeschickt ist, für sein Alter wenig oder undeutlich spricht oder ängstlich ist und wenig Kontakt findet.

Familien mit unruhigen, zappeligen oder aggressiven Kindern finden ebenso Rat und Hilfe wie solche mit Nachwuchs, der nicht ausdauernd spielt, in seiner Entwicklung verzögert ist oder eine Behinderung hat. Frühförderung bedeute dabei eine spielerische Förderung der gesamten Wahrnehmung des Kindes. Beachtung fänden Bewegungsfähigkeit, Sprach-, Kommunikations- und Spielentwicklung, soziale und emotionale Entwicklung, Lernfähigkeit und Selbstständigkeit. Am Anfang der Förderung stehe eine fundierte Diagnostik, auf deren Basis ein Förder- und Behandlungsplan erstellt werde.

Derzeit besuchen wöchentlich rund 170 Kinder die IFF. Betreuung wird in der Förderstelle selbst angeboten, aber auch in anderen Einrichtungen der Lebenshilfe sowie im Elternhaus. Bei entsprechender Indikation kann sie sogar im Kindergarten erfolgen.
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