Selfkant-Millen - Freundschaftstreffen am Fuße der Vogesen

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Freundschaftstreffen am Fuße der Vogesen

Von: agsb
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Die Quirinusfreunde aus Europa zu Gast in Saint Quirin, mittendrin die Heimatforscher aus dem Selfkant. Ein Wiedersehen gibt es 2010 in Millen. Repro: agsb

Selfkant-Millen. Heimatforscher aus dem Selfkant und Neuss waren einer Einladung französischer Freunde gefolgt und weilten für einige Tage in Saint Quirin am Fuße der Vogesen. Die Quirinusfreunde besuchten zunächst die Quirinus-Kirche in Saint Quirin.

Seit 1986 bestehen die Kontakte zu den Heimatforschern aus Neuss, im Laufe der Jahre wurden die Kontakte nach Frankreich geknüpft. In Saint Quirin begrüßte der Bürgermeister die Heimatforscher in der Benediktinerabtei. Höhepunkt des Freundschaftstreffens war die Prozession mit den Quirinusreliquien zur Hochkapelle aus dem Jahr 1050 mit anschließender Freiluftmesse.

Am Abend folgte ein Beisammensein mit Quirinus-Weisen, die Millener Klaus Moersheim, Heinz Beckers, Gotthard Grein und Heinz Meurers sangen. Die Millener Forscher luden ihrerseits zum Quirinustreffen 2010 nach Millen ein. In der St.-Nikolai-Pfarrkirche Millen steht eine Statue der heiligen Balbina der Tochter von Quirinus aus dem Jahre 1526.

Der heilige Quirinus war ein römischer Marschall unter Kaiser Hadrian. Seine schöne Tochter Balbina hatte ein Kopfleiden, das auf Fürbitten des Papstes Alexanders geheilt wurde. Darauf trat Quirinus mit seiner Familie zum katholischen Glauben über. Dies entzürnte den Kaiser Hadrian, der Quirinus im Jahr 119 nach Christus in Rom matern und enthaupten ließ. Der Kaiser warf den Leichnam den Hunden zum Fraß vor.

Gläubige bargen den Leichnam und bestatteten ihn im Kirchhof des Präteratus an der Appischen Straße. Als die Äbtissin Gepa aus Neuss im Jahr 850 ihren Bruder Papst Leo IV in Rom besuchte, wurden ihr die Reliquien des mittlerweile heiliggesprochenen Quirinus als Geschenk mitgegeben.

Auf ihrer Heimreise soll sie, besonders im Elsaß und in Luxemburg, bei Reiseaufenthalten vielfach kleinere Partikel abgegeben haben, woraus man das Vorhandensein mancher Reliquien des heiligen Quirinus gewidmeten Kirchen in jenen Landesteilen erklärt. Als die Reliquien 881 durch die Normannen bedroht wurden, waren es die Herren von Millen, die die sie bis 1050 beschützten. Am 30. April 1050 wurden die Reliquien, wieder in Neuss eingeführt.

Seitdem wird der Patronatstag des heiligen Quirinus am 30. April gehalten.
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