Freiwilliges Soziales Jahr ist eine Herausforderung

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Kreis Heinsberg. Fünf junge Menschen, die am Freiwilligen Sozialen Jahr teilnehmen, werden in diesem Jahr ihren Dienst beim DRK-Kreisverband Heinsberg antreten.

„Bei uns werden die „FSJ´ler” im Fahrdienst eingesetzt”, erklärte Elmar Brönner, Geschäftsführer des DRK-Fahrdienstes. „Die jungen Leute betreuen zunächst Kinder und Jugendliche mit Behinderungen während der Fahrt zu Kindergärten, Schulen und Arbeitsplätzen und fahren, nach entsprechender Einarbeitungszeit, selber Touren mit unseren rollstuhlgerecht ausgestatteten Fahrzeugen.”

„Bezüglich des Freiwilligen Sozialen Jahres sehen wir allerdings düstere Wolken am Himmel”, so die Befürchtung von DRK-Kreisgeschäftsführer Wilfried Mercks. „Das DRK ist mit weit mehr als 9000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der größte Träger des Jugendfreiwilligendienstes im Inland.

Jeder fünfte Platz ist derzeit gefährdet. Eine gesetzliche Neuregelung könnte die Arbeit gefährden. Die Bundesregierung setzt FSJ´ler Leiharbeitern gleich. Auf einen Teil der Kosten für unsere engagierten jungen Leute wird nun Umsatzsteuer erhoben. Der damit verbundene Verwaltungsaufwand macht den Einsatz vor allem in kleineren Verwaltungseinheiten aufwändig und somit unattraktiv. Derzeit bemühen wir uns, einen Befreiungstatbestand im Umsatzsteuerrecht zu schaffen.”

Das Freiwillige Soziale Jahr ist ein Angebot für junge Erwachsene zu freiwilligem sozialem Engagement, zur Persönlichkeitsentwicklung, zur beruflichen Orientierung und zu sozialer und politischer Bildung. Mitmachen können nach Angaben des DRK-Kreisverbandes Heinsberg alle jungen Frauen und Männer im Alter von 19 bis 27 Jahren.

Die Bewerber sollten bereits seit mindestens einem Jahr den Führerschein besitzen und über eine entsprechende Fahrpraxis verfügen. Erfahrungen im Umgang mit Behinderten sind wünschenswert.

Den Teilnehmern am Freiwilligen Sozialen Jahr stehen Urlaub, Kindergeld, Taschengeld und Verpflegungspauschale zu. Außerdem übernimmt das DRK die gesamte Sozialversicherung (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil).

Das Freiwillige Soziale Jahr ist eine interessante Herausforderung für alle, die nach der Schule etwas Praktisches tun, sich für andere Menschen engagieren möchten, ihre eigenen Fähigkeiten und Neigungen entdecken, das FSJ als Vorbereitung oder Praktikum für einen späteren sozialen Beruf nutzen, Wartezeiten sinnvoll überbrücken, eine soziale Einrichtung kennenlernen oder sich ohne Leistungszwang mit anderen zusammen weiterbilden möchten.

„Das Deutsche Rote Kreuz vermittelt auch FSJ-Stellen an Krankenhäusern, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen im Kreis Heinsberg.” Darauf wies Andreas Schülbe, der Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes, hin. Weitere Informationen zum Freiwilligen Sozialen Jahr erhalten Interessierte unter Tel. 02431 - 80 21 20.

In diesen Wochen treten auch wieder junge Männer beim DRK-Kreisverband Heinsberg ihren Zivildienst an. „Insgesamt kommen in diesen Wochen 25 neue Zivildienstleistende zu uns”, freute sich Kreisgeschäftsführer Wilfried Mercks. „Unsere Zivis werden ebenfalls im Fahrdienst eingesetzt. Sie tragen, wie alle unsere Beschäftigten im Fahrdienst, mit ihrem Einsatz bei uns dazu bei, dass viele Menschen mit Behinderungen am öffentlichen Leben teilhaben können.”
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