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Freiwillige Arbeit mit Senioren: Altenwerk würdigt Engagement

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Kreis Heinsberg. Bei der Herbsttagung vom Katholischen Altenwerk Bistum Aachen wurde das ehrenamtliche Engagement vieler Bundesbürger gewürdigt. Das Thema „Freiwilligenarbeit mit Senioren in Kirche und Gesellschaft” stand auf dem Programm im Haus der Regionen in Mönchengladbach.

Der Vorsitzende des Altenwerkes, Heinz-Peter Benetreu aus Heinsberg, begrüßte ganz besonders herzlich Vertreter mehrerer Initiativen, die ihre Arbeit vorstellten. So präsentierte Pater Theodardus aus Venrath die Senioren-Initiative Erkelenz.

Der Vorsitzende des Altenwerkes wies darauf hin, dass sich 23 Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland freiwillig engagieren würden. Ohne diese ehrenamtlichen Tätigkeiten kämen viele Angebote in Kirche und Staat zum Erliegen.

Benetreu nannte Zahlen zu der Frage, welchen finanziellen Gegenwert die freiwilligen Arbeiten älterer Menschen in Deutschland entsprächen. Dabei berief er sich auf Professor Dr. Ursula Lehr, Gerontologin und frühere Familienministerin, die bei umfangreichen Forschungsarbeiten bereits 2006 zu dem Ergebnis gekommen sei, dass über 60-Jährige für rund 41 Milliarden Euro im Jahr freiwillige Arbeit leisten würden.

Ältere Menschen machten Dinge, die ihnen Freude bereiten würden. Sie seien aber auch bereit, Verantwortung zu übernehmen. „Verantwortung heißt auch, die im Berufs- und Familienleben erworbenen umfangreichen Kenntnisse und Fertigkeiten im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit sinnvoll einzusetzen - zum Nutzen unserer Gesellschaft, aber auch zum eigenen Nutzen”, so der Altenwerksvorsitzende.

Ziel aller Bemühungen der kommenden Bundesregierung müsse es sein, die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliche Aktivitäten so zu verbessern, dass die Bereitschaft für ein freiwilliges Engagement gestärkt und die Qualifikationen der Freiwilligen erweitert würden. „Wenn wir die Potenziale der Ehrenamtlichen weiter erschließen wollen, müssen wir es den Menschen einfacher und attraktiver machen, für und mit anderen Menschen aktiv zu werden”, sagte Benetreu. Satzungsbestimmungen müssten beispielsweise auch für Personen, die keine juristische Ausbildung hätten, lesbar und handhabbar gehalten werden.

In Wahlkampfzeiten habe man oft gelesen und gehört, dass bürgerschaftliches Engagement die Triebfeder für die Zukunft der Gesellschaft sei. Nun müssten die Politiker beim Wort genommen werden. Es müssten gute Voraussetzungen geschaffen werden, damit ehrenamtliche unbezahlte Arbeit weiterhin Spaß mache, finanziell und zeitlich zumutbar sei, gesellschaftlich anerkannt und gewürdigt werde und somit auch attraktiv bleibe. Der Altenwerksvorsitzende kündigte an: „Mit den Älteren muss die Politik rechnen - auf die Alten kann sie auch zählen!”

Benetreu wies auf den Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember hin - ein Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung des freiwilligen oder bürgerschaftlichen Engagements. Er forderte die nahezu 80 Teilnehmer auf, in ihren Pfarren und Kommunen die Forderung zu erheben, diesen Tag für einen Dank an alle ehrenamtlich tätigen Personen zu nutzen.
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