Frauen tragen Kompositionen von Frauen vor

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Hückelhoven. „Frauen im Schatten” ist das Programm betitelt, das con brio, die Freunde der Kammermusik, am Sonntag, 26. April, um 18 Uhr in der Aula des Gymnasiums anbieten.

Die Sopranistin Natalie Diart und Dr. Irina Fuchs am Klavier werden Werke von Fanny Hensel, Klara Schumann und Alma Mahler vortragen. Natalie Diart studierte an der Musikhochschule Köln/Aachen Oper-/Konzertgesang bei Prof. Elisabeth Ksoll.

Ihr Studium schloss sie 1993 „Sehr gut” mit der künstlerischen Reifeprüfung ab. Nach dem Engagement im Bayreuther Festspielchor und freier Mitarbeit beim WDR-Rundfunkchor und fünfjähriger Mitgliedschaft im Kölner Opernchor pflegt Natalie Diart nach wie vor eine vielseitige Konzerttätigkeit.

Nach der Rückkehr in den Kreis Heinsberg ist die Lehrtätigkeit ein weiterer Schwerpunkt an der „Heilpädagogischen Fakultät” der Uni Köln als Gesangsdozentin, sowie die Lehrtätigkeit in Kaarster- und Neusser Musikschulen und an der Kreismusikschule Heinsberg/Erkelenz. Dr. Irina Fuchs, Klavier erhielt ihre musikalische Ausbildung in ihrem Geburtsland Russland und schloss 1986 ihre Studien als Konzertpianistin, Kammermusikerin und Klavierpädagogin ab.

An der renommierten Moskauer Musikhochschule „Gnessina” promovierte sie 1992 im Fach Liedbegleitung. Seit der Übersiedlung nach Deutschland arbeitet sie nun schon einige Jahre an der Kreismusikschule als Klavierdozentin und als Kammermusikerin und Begleiterin anderer Musikprojekte mit Chören und Solisten. Zum Programm: „Frauen im Schatten” möchte mehr sein als reine musikalische Unterhaltung.

Der Titel deutet bereits an, es geht um die Auseinandersetzung mit bestimmten Frauenschicksalen. Die vorgestellten Komponistinnen sollen deutlich machen, dass diese Tonkünstlerinnen bis heute ein „Schattendasein” führen - zu Unrecht, wie der Liederabend mit den beiden Künstlerinnen beweisen und durch die Moderation das Gesellschaftsbild im 19. und 20. Jahrhundert beleuchtet wird. Die „Wesendonk” Lieder von Richard Wagner verdeutlichen zum Schluss des Programms, die Aussöhnung der Geschlechter im kreativen Sinne durch die Verbindung von hoher Dichtkunst und kongenialer Vertonung.

Die Moderation vermittelt die Thematik auf kurzweilige Art und Weise, wie die Zitate erkennen lassen: Gustav Mahler schreibt an seine Verlobte Alma: „Ist es Dir nicht möglich von nun an meine Musik als die Deine anzusehen? Wie stellst Du Dir so ein komponierendes Ehepaar vor? Hast Du eine Ahnung wie lächerlich und später herabziehend vor uns selbst so ein eigentümliches Rivalitätsverhältnis werden muss?” Johannes Brahms, ein großer Verehrer Klara Schumanns als Pianistin und Frau, wird folgende Äußerung zugeschrieben: „Eher bringt ein Mann ein Kind zur Welt, bevor eine Frau eine bedeutende Komposition zustandebringt.”
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