Frauen diskutieren die Wurzeln der Gemeinsamkeit

Von: ulla
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Hückelhoven. Die Kritik der prominenten Feministin Alice Schwarzer am Internationalen Frauentag mit der Forderung, ihn abzuschaffen, hat diesen zu seinem 100. Jubiläum in ein neues Licht gerückt.

Ganz anders sahen muslimische und christliche Frauen in Hückelhoven den 8. März und haben ihn gemeinsam gefeiert.

Schon seit einigen Jahren gibt es enge Kontakte zwischen den Frauen der DITIB in Hilfarth, einem der vielen Ortsgemeinden des bundesweit organisierten Dachverbandes, und den Frauen der Pfarrgemeinde von St. Lambertus. Gegenseitige Besuche, gemeinsame Friedensgebete, Einladungen zum Fastenbrechen, Veranstaltungen am Friedenspfahl haben ein gutes freundschaftliches Verhältnis entstehen lassen, geprägt von gegenseitiger Achtung, gepaart mit unaufdringlicher Neugier auf die je andere Lebensweise.

Gut 50 muslimische Frauen (mit und ohne Kopftuch) und Frauen der katholischen Frauengemeinschaft Hückelhoven trafen sich auf Einladung der Muslimas in deren „guten Stube” in der Hilfarther Moschee. Bei intensiven Diskussionen in kleinen Gruppen über Islam und Christentum, bei denen auch die gemeinsamen Wurzeln eine Rolle spielten (schließlich sind Juden, Christen und Muslime „Kinder Abrahams”), kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Es gab türkischen Tee und andere Spezialitäten und natürlich auch guten deutschen Kuchen.

Alle Beteiligten waren sich am Ende einig, dass solche Begegnungen einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten und zum friedlichen Nebeneinander der Kulturen.
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