Kreis Heinsberg - Fracking: Wilfried Oellers fordert europäische Regelungen

Fracking: Wilfried Oellers fordert europäische Regelungen

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Kreis Heinsberg. „Die Antwort auf eine immer größer werdende Abhängigkeit zu Russland darf nicht Fracking heißen“, erklärte CDU-Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers im Hinblick auf Überlegungen, die ­Fracking-Technologie zu fördern, um von russischen Gas-Lieferungen unabhängiger zu werden.

Bei Fracking wird Erdgas mit dem Einsatz chemischer Substanzen gefördert. „Die Auswirkungen der chemischen Substanzen im Erdboden sind nicht ausreichend erforscht. Aufgrund der fehlenden Erkenntnisse über die Risiken ist diese Technologie nicht verantwortbar“, so Oellers.

Im Grenzgebiet gibt es auf niederländischer Seite bekanntlich im Zuge der „Strukturvision Schiefergas“ Überlegungen, Probebohrungen in absehbarer Zeit zu starten.

In Schreiben an die zuständigen Bundesministerien hat Oellers nach eigenen Angaben darum gebeten, zu prüfen, ob es auf der ­europäischer Ebene schnellstmöglich Regelungen geben könne, damit in nationalen Grenzbereichen Fracking nicht ohne Absprache mit dem Nachbarn stattfinde. Oellers äußerte die klare Erwartung an die Niederlande, dass grenznah nicht ohne Zustimmung Deutschlands gefrackt werden dürfe.

Der Koalitionsvertrag sieht nach Angaben des CDU-Abgeordneten zum Thema „Fracking“ vor, dass der Einsatz von umwelttoxischen Substanzen bei der Anwendung dieser Technologie zur Aufsuchung und Gewinnung unkonventioneller Erdgaslagerstätten abgelehnt werde. Der Schutz des Trinkwassers und der Gesundheit habe nach dem Koalitionsvertrag absoluten Vorrang.

„Aufgrund des grenzüberschreitenden Verlaufs von Grundwasser bedeutet dies auch, Gefahren für unser Grund- und Trinkwasser aus dem Ausland zu verhindern“, so Oellers. „Ich erwarte, dass die deutschen Ministerien Kontakt zu ihren niederländischen Amtskollegen aufnehmen und die Interessen der Grenzregionen zu den Niederlanden vertreten werden. Sauberes Wasser ist schließlich die Lebensgrundlage der Menschen. Hiermit gilt es ­äußerst sorgsam umzugehen.“

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