Kreis Heinsberg - Fotowettbewerb: Wo Inklusion im Kreis Heinsberg gelebt wird

Fotowettbewerb: Wo Inklusion im Kreis Heinsberg gelebt wird

Von: defi
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Sarah Dyllus stand mit ihrem Flieger im Mittelpunkt der Preisverleihung zum Fotowettbewerb „Begegnung im Kreis Heinsberg“, mit dem der zehnte Geburtstag der KoKoBe gefeiert wurde. Foto: defi
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Eines der Siegerfotos beim KoKoBe-Wettbewerb: Das Bild zeigt Sarah Dyllus mit Schubkarre in Aktion beim ­Arbeitseinsatz in der Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath. Foto: Petra Dyllus

Kreis Heinsberg. „Wir versuchen schon seit 26 Jahren, Integration und Inklusion zu leben. Was sich manchmal als recht schwierig gestaltet“, sagte Petra Dyllus, die sich im Namen ihrer Tochter Sarah für den ersten Preis des Fotowettbewerbs „Begegnung im Kreis Heinsberg“ bedankte.

Der Wettbewerb war zum zehnjährigen Bestehen der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen (KoKoBe) für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen im Kreis Heinsberg ausgeschrieben worden. Das Siegerfoto zeige, so Petra Dyllus, „gelebte Inklusion bei der Nabu-Station Haus Wildenrath. Dort haben wir unsere Nische gefunden, mit Menschen der unterschiedlichsten Individualität gemeinsam etwas zu bewirken.“

Mehr als 100 Fotografien sowie fünf Filmbeiträge hatte die Jury bei diesem Wettbewerb gesichtet und – neben Sarah Dyllus, die zusammen mit ihrer Mutter eine „Reise“ im Flugsimulator auf dem Flugplatz Merzbrück gewann – als zweiten Preisträger die SVG Birgden-Langbroich-Schierwaldenrath auserkoren.

Sven Pasch nahm den Preis, einen Scheck über 300 Euro, für seine Vereinskameraden der SVG in Empfang und bedankte sich mit den Worten: „In Birgden wird die Inklusion gelebt. Die Menschen der Wohnstätte gehören zu unserem Dorfleben dazu, sie sind ein Teil von uns. Wir werden mit ihnen groß und wir begleiten uns auf verschiedene Art und Weise ein Leben lang.“

Das vom Landschaftsverband Rheinland initiierte und finanzierte Beratungsnetz KoKoBe startete im Oktober 2004 und umfasst insgesamt 83 Anlaufstellen im Rheinland, zwei davon im Kreis Heinsberg und zwar in Oberbruch und Hückelhoven. Landrat Stephan Pusch würdigte in seiner Laudatio die KoKoBe „als weiteren Mosaikstein in einer beispielhaften Behindertenarbeit im Kreis Heinsberg“.

Pusch: „Die zehn Jahre des Bestehens der KoKoBe sind einmal mehr ein Beweis dafür, dass die vielen Akteure im Behindertenbereich im Kreis Heinsberg vorzüglich zusammenarbeiten. Die KoKoBe ist selbst das beste Beispiel, wird sie doch gemeinsam und erfolgreich von den Gangelter Einrichtungen sowie der Lebenshilfe getragen.“ Was gemeinhin mit dem Begriff des „niederschwelligen Hilfsangebots“ umschrieben werde, sei in Wirklichkeit eine wichtige, pragmatische Hilfestellung für behinderte Menschen, deren Angehörige und die Fachkräfte aus dem Behindertenbereich.

Ein Kompliment des Landrates galt Adelheid Venghaus und Denise Lison. Sie hätten der KoKoBe mit ihrem langjährigen Einsatz auch ein sehr sympathisches Gesicht gegeben. „Das kommt nicht von ungefähr, sind Sie beide doch mit sehr viel Herzblut bei der Sache.“

Die beiden Ansprechpartnerinnen ließen gemeinsam zehn Jahre KoKoBe im Kreis Heinsberg Revue passieren und blickten mit einigen Wünschen in die Zukunft darunter. Zu ihnen gehörte der Ausbau der guten Zusammenarbeit mit allen Kooperationspartnern im Sinne der Menschen mit Behinderung.

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