Forschung im Mittelpunkt: Staatssekretär Rachel referiert

Von: anna
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Kreis Heinsberg. Im Rahmen einer offenen Mitgliederversammlung hatten der Kreisverband der Frauen-Union und der CDU-Stadtverband Heinsberg erstmals zu einer gemeinsamen Veranstaltung in die Stadthalle von Heinsberg eingeladen.

Gast des Abends war der Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel aus Düren, der seit Februar auch den Kreis Heinsberg im Bundestag vertritt. Dies tue er im wahrsten Sinne des Wortes, lobte ihn Stadtverbandsvorsitzender Herbert Eßer in seiner Begrüßung. „Mit ihm haben wir mehr als nur einen Ansprechpartner.”

Unter der Überschrift „Forschungspolitik für den Menschen - Forschungs- und Innovationspolitik in Deutschland” gab Rachel den Besuchern der Versammlung einen Überblick über seine Tätigkeit als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

„Die Zukunft Deutschlands wird nicht nur auf den Finanzmärkten entschieden”, betonte Rachel. Wichtig seien Investitionen in Bildung und Forschung, und diese seien in den vergangenen Jahren weiter gestiegen bis auf einen Anteil von 2,8 Prozent am Bruttoinlandsprodukt 2009. Damit liege Deutschland in der Spitzengruppe in Europa.

Diese Investitionen, die zu einem Drittel vom Staat, zu zwei Dritteln von Unternehmen geleistet würden, hätten eine große Wirkung auf den Arbeitsmarkt. Immerhin würden in Deutschland rund 535.000 Menschen im Forschungsbereich arbeiten. Es gebe einen engen Zusammenhang zwischen Investitionen in Forschung und Entwicklung auf der einen sowie dem Wachstum der Wirtschaft auf der anderen Seite. „Je mehr, desto besser für das Wirtschaftswachstum”, betonte Rachel.

Die sogenannte Hightech-Strategie 2020 verfolge daher drei Ziele: Deutsche Unternehmen sollten neue Technologien entwickeln und damit als Leitanbieter fungieren. Der Wissenstransfer in die Unternehmen müsse zudem mit Förderprogrammen ebenso verbessert werden wie die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung. Kleine mittelständische Betriebe stünden dabei im Zentrum der Innovationspolitik, so der Politiker.

Nutzen für den Menschen

Abschließend verdeutlichte Rachel anhand von Beispielen den Nutzen der Forschung für den Menschen. Dabei müsse die Politik auch den Mut haben, Geld für Grundlagenforschung zur Verfügung zu stellen, forderte er. Vor 20 Jahren zum Beispiel habe man noch keine Ahnung gehabt, wozu die Forschungsergebnisse nutzbar sein würden, die heute die Komprimierung von Informationen auf jedem Laptop ermöglichen würden und für die sogar ein Nobelpreis an das Jülicher Forschungszentrum gegangen sei.
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