Förderverein will nun Rechtsmittel einlegen

Von: kkli
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Wassenberg. Wenige Tage nach Bekanntmachung des bischöflichen Schreibens über die Auflösung auch aller sieben Pfarreien im Bereich Wassenberg und ihre Vereinigung zu einer gemeinsamen Pfarre fand die erste ordentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins für die Pfarrgemeinde Sankt Mariä Himmelfahrt Wassenberg-Oberstadt statt.

Neben den Regularien , die vom Vorsitzenden Alexander Dohmen geleitet wurde, bot die Auflösungsverfügung entsprechenden Gesprächsstoff in der von 41 Mitgliedern besuchten Versammlung. So wurde deutlich bemängelt, dass die Auflösungsverfügung mehrere Ausnahmen mit Verschiebungen der Entscheidung (Beispiel Wegberg-Beeck) beinhalte.

Eine Reihe organisatorischer Fragen an den anwesenden Pfarrer Heinz Portz konnten zum Teil beantwortet werden. Zu der wiederholten Frage nach der künftigen personellen Besetzung antwortete Pfarrer Portz: „Ich weiß es wirklich nicht!” Es wurde auch über die Möglichkeiten zukünftiger „Kapellen-Regelungen” mit verminderten Gottesdiensten gesprochen, wie sie in der engeren Nachbarschaft schon bekannt geworden sind.

Die Beispiele von Neuregelungen mit Nutzung der leeren Kirchenräume im Mönchengladbacher Raum („Kletterkirche” St. Peter) wirkten stark irritierend. Aus all dem zog ein weibliches Mitglied der Pfarre in Übereinstimmung mit Alexander Dohmen den Schluß: „Wir müssen unter allen Umständen auch als Förderverein versuchen, soviel wie möglich gut informierte und durchsetzungsfähige Mitglieder für die in diesem Herbst anstehenden Wahlen zum zukünftigen Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand zu entsenden, damit wir entsprechend vertreten sind.” Auch eine zukünftige Zusammenarbeit wurde nicht verkannt. Da gebe es viele Möglichkeiten der Gemeinsamkeit unter einem Dach.

So gelte es beispielsweise beim Pfarrfest am 7. Juni oder bei einem weiteren Benefizkonzert wie mit dem MGV 1860 Wassenberg präsent zu sein und damit auch entsprechende Finanzen bei einem Mitgliederbeitrag von zwölf Euro im Jahr an die Hand zu bekommen. Die entsprechende Satzung des Fördervereins, die vieles regelt, wurde einstimmig von der Versammlung beschlossen. Alexander Dohmen dankte allen Mitgliedern und Förderern für ihre bisherige Unterstützung, die jetzt erst recht vonnöten sei, um eine funktionsfähige Pfarrgemeinde Sankt Mariä Himmelfahrt Wassenberg-Oberstadt zu erhalten und zu gestalten.

Beiratsmitglied Walter Windelen, der auch mit dem den Förderverein unentgeltlich unterstützenden Rechtsanwalt Kiggen in Rechtsfragen zu diesem Komplex zusammen arbeitet, legte einen Antrag vor: „Die Versammlung möge beschließen, den Vorstand zu beauftragen, mit dem Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde Sankt Mariä Himmelfahrt Gespräche zu führen mit dem Ziel, gegen die Entscheidung des Bischofs die zulässigen Rechtsmittel (Schiedsstelle und Regierungspräsident) einzulegen.

Der Vorstand wird ermächtigt, die Kosten der Rechtsmittel aus Vereinsmitteln des Fördervereins zu finanzieren.” Als Begründung heißt es: „Die Entscheidung des Bischofs vom 19. März 2009 ist in mehreren Fakten rechtsfehlerhaft.” Walter Windelen bezieht sich in seinem Antrag auf die bischöflichen Mitteilungen vom 6. März und 5. November 2008. Erkennbare Gründe für den Sinneswandel seien nicht ersichtlich. Neben weiteren Gründen führt Windelen auch an, dass die Entscheidung gegen den im Kirchenrecht geltenden Gleichheitsgrundsatz und gegen das Treuegebot verstoße.

Zum Schluss steht die Anmerkung, dass mit keinem Satz erwähnt werde, was mit dem Vermögen der einzelnen Pfarren geschehen soll und welche pastorale Entscheidung vorgesehen sei. Die anwesenden Mitglieder des Fördervereins stimmten dem Antrag von Beiratsmitglied Walter Windeln alle zu.
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