Fledermäuse wollen ungestört schlafen

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Kreis Heinsberg. Im Winter sind sie nicht zu sehen, Fledermäuse, die im Sommer durch ihren lautlosen Flug in der Dunkelheit faszinieren oder überraschen.

Die Fledermäuse verschlafen laut Naturschutzbund Nabu die kalte, insektenarme Jahreszeit. Wie im Sommer halten sie sich an dunklen, ungestörten Orten auf. Das sind beispielsweise alte Schlosskeller und Gewölbekeller von Bauernhöfen, künstliche Stollen und Höhlen.

Andere Arten verbringen den Winter wie den Sommer in dicken Bäumen, die durch Spechte, Blitzeinschläge und Fäulnis ausgehöhlt worden sind. Dort können sich dann schnell einige Dutzend oder sogar Hunderte von Tieren versammeln. Je mehr Tiere gemeinsam schlafen, desto wärmer wird es für sie. Dadurch sparen die Tiere einen Teil ihrer Fettreserven, die sie im Herbst angelegt haben. Sie müssen ihre Körpertemperatur ja immer über dem Gefrierpunkt halten.

Wichtig ist aber laut Nabu, dass die Fledermäuse im Winterschlaf möglichst nicht gestört werden. Jedes Aufwachen koste sie viel Energie und Fettreserven, da sie ihren Körper jedes Mal von unter 10 auf etwa 40 Grad Celsius aufheizen müssten, bevor sie sich richtig bewegen und wegfliegen könnten.

Im Kreis Heinsberg gibt es keine natürlichen Höhlen und seit dem Ende des Bergbaus auch fast keine Stollen mehr. Der Nabu sucht daher nach Fledermaus-Winterquartieren an und in Gebäuden und bittet die Bürger im Kreisgebiet um die Meldung solcher Quartiere.

Wer alte Gewölbekeller für Fledermäuse optimieren wolle, Sanierungen an Gebäuden mit bekannten Fledermausvorkommen plane oder auch einfach nur Fragen habe, könne sich gerne an den Nabu-Kreisverband Heinsberg wenden. Ansprechpartner zum Thema Fledermäuse sind Michael Straube unter Telefon 0177 - 88 92 4 50 (E-Mail: nabuheinsberg@aol.com) und Oliver Gellissen (E-Mail: gellissen@nabu-heinsberg.de).
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