Heinsberg - Flammen fressen sich durch Stroh, Lehm und Holzbalken

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Flammen fressen sich durch Stroh, Lehm und Holzbalken

Von: CvdSt
Letzte Aktualisierung:
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Die Decke musste teilweise geöffnet werden um Glutnester ablöschen zu können. Foto: Carsten von der Stück

Heinsberg. Fast zeitgleich sind Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Heinsberg am Montag zu zwei Zimmerbränden gerufen worden. Um 13:12 Uhr war die erste Alarmierung. Die Löschgruppen Oberbruch, Porselen und der Löschzug Stadtmitte wurden zu einem Feuer an der Carl-Diem-Straße in Oberbruch gerufen.

Dort brannte im Kinderzimmer ein Papierkorb. Das Feuer konnte von den Einsatzkräften schnell gelöscht werden. Personen kamen nicht zu Schaden.

Um 13.15 Uhr erfolgte die zweite Alarmierung. „Unklare Feuermeldung” hieß es zunächst. Die Löschgruppe Kirchhoven machte sich sofort auf den Weg nach Lieck zur Liecker Mühle Nr. 17. Dort drang aus den Festern des kleinen eineinhalbgeschossigen Fachwerkhauses dichter Rauch. Sofort wurden weitere Kräfte alarmiert.

Zur Unterstützung kamen die Löschgruppen Kempen, Karken und Unterbruch. Auch die Einsatzkräfte, die ihren Einsatz in Oberbruch beendet hatten, fuhren die Einsatzstelle in Lieck an. Wie sich an der Liecker Mühle 17 herausstellte, brannte es in der Holzbalkendecke des Hauses.

Vermutlich durch Abschweißarbeiten an einem Vordach hatte das Feuer sich seinen Weg in die Balkenlage des Hauses gesucht. Nahrung fand das Feuer jedoch nicht nur in den Holzbalken, dem Dielenboden und der Holzdecke, auch begünstigte ein Stroh- und Lehmgemisch in der Decke den Brand.

Die Einsatzkräfte mussten unter Atemschutz Teile der Holzdecke entfernen, um an das Feuer zu gelangen. Immer wieder kamen neue Glutnester zum Vorschein, die abgelöscht werden mussten. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten die Feuerwehrleute die Decke. Auch von oben musste der Holzfußboden Teilweise geöffnet werden, um an die Glutnester zu gelangen.

Nicht mehr bewohnbar

Gegen 14.30 Uhr konnten bis auf die Löschgruppen Kirchhoven, Karken und Kempen die Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen. Zu Schaden kam bei diesem Feuer niemand, jedoch ist das kleine Fachwerkhaus zurzeit nicht mehr bewohnbar.
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