Kreis Heinsberg - Finanzämter bieten Infos aus erster Hand

Finanzämter bieten Infos aus erster Hand

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Kreis Heinsberg. Im Bereich der Finanzverwaltung ist auch in diesem Jahr die steuerliche Selbstanzeige ein brisantes Thema. Damit einhergehen Schlagworte wie Steuerhinterziehung, Steuergerechtigkeit und Steuerehrlichkeit oder Kompliziertheit der Steuergesetzgebung.

„Alles Themen, die den Beruf des Finanzbeamten interessant machen“, meinen die Verantwortlichen in den Finanzämtern. Wer sich über die Ausbildungsberufe in der Finanzverwaltung informieren möchte, hat dazu bei einem Infotag am Samstag, 28. Juni, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr im Finanzamt in Geilenkirchen Gelegenheit.

In einer Gemeinschaftsveranstaltung stellen die Ausbildungsteams der Finanzämter im Kreis Heinsberg – Geilenkirchen und Erkelenz – die Berufsfelder Diplom-Finanzwirt beziehungsweise Diplom-Finanzwirtin sowie Finanzwirt beziehungsweise Finanzwirtin vor. In Power-Point-Präsentationen, bei Arbeiten an Echtarbeitsplätzen sowie in Gesprächen mit Ausbildern, Ausbildungsleitungen, Studierenden und Auszubildenden, gibt es Informationen aus erster Hand.

Wer sich für den dualen Studiengang zum Diplom-Finanzwirt interessiert, braucht als Voraussetzung Abitur oder einen vergleichbaren schulischen Abschluss. Duales Studium heißt Verknüpfung von Studium mit praktischer Ausbildung. Die dreijährige Ausbildungszeit unterteilt sich in Praxisphasen von insgesamt 15 Monaten in einem Ausbildungsfinanzamt und eine Studienzeit von 21 Monaten an der Fachhochschule für Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen in Nordkirchen. Dort werden Steuerrecht, öffentliches Recht, Privatrecht, Wirtschaftswissenschaften, Informations- und Wissensmanagement sowie Methoden der Rechtsanwendung und mehr gelehrt.

Erfreulich für Studierende ist nach Angaben der Finanzämter die Tatsache, dass die Fachhochschule den Studierenden Unterbringung und Vollverpflegung gegen eine geringe monatliche Gebühr zur Verfügung stellt. Im Ausbildungsfinanzamt kann dann in einer 15-monatigen Praxisausbildung das gelernte Wissen unmittelbar angewendet werden. Zum Abschluss des dualen Studiengangs steht die Diplomprüfung mit dem Erwerb der akademischen Graduierung als Diplom-Finanzwirt.

Für Schüler mit der schulischen Qualifikation der Fachoberschulreife wird eine Ausbildung zum Finanzwirt angeboten. Diese Ausbildung dauert zwei Jahre. Den theoretischen Feinschliff erhalten die Auszubildenden in verschiedenen Unterrichtsblöcken an der Landesfinanzschule. Zum Ende dieses Jahres wird der Neubau der Landesfinanzschule in Wuppertal-Ronsdorf eingeweiht. Insgesamt acht Monate verbringen die Auszubildenden in der Landesfinanzschule. Dort werden sie vornehmlich in Ertragssteuerrecht, Steuererhebung, Abgabenordnung, Buchführung und Umsatzsteuer unterrichtet. Die Praxisausbildung von insgesamt 16 Monaten findet im Finanzamt unter qualifizierter Anleitung statt.

Interessanter Nebenaspekt für beide Ausbildungsausrichtungen ist nach Angaben der Finanzämter eine Ausbildungsvergütung in in Höhe von circa 1000 Euro im Monat.

Auf Übernahme ausgerichtet

Was passiert nach der Ausbildung beziehungsweise nach dem Studium? „Wir, die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen, stellen jedes Jahr bedarfsgerecht nach ausgewiesenen Planstellen unsere Nachwuchskräfte ein. Daher ist die Ausbildung auf eine Übernahme aller erfolgreich geprüfter Nachwuchskräfte ausgerichtet“, so unisono die Ausbildungsleiter der hiesigen Finanzämter, Bernd Kappertz und Hans-Peter Müller. Beide hoffen sich mit ihren Ausbilderteams auf einen regen Besuch beim Infotag.

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