Fernwärme entpuppt sich als heißes Thema

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Hückelhoven. Das war ein „heißes” Thema, das die Hückelhovener SPD nun im Lokal „Jägerhof” in Ratheim anpackte: Die Fernwärme-Versorgung im westlichen Stadtteil zog rund 100 Menschen in den damit überfüllten Gaststättensaal.

Obwohl die Öl- und Gaspreise gesunken sind, ist der Run auf die örtliche Fernwärme ungebrochen, wie für die SPD Fraktionsvorsitzender Willi Spichartz und für das Versorgungsunternehmen Wärme Energie Prozesstechnik (WEP) Geschäftsführer Klaus Brücher und Prokurist Fabian Brücher feststellen konnten.

Über allem schwebte die Frage: „Wann kommt unser Anschluss?” Klaus Brücher stellte die Grundsätzlichkeiten dar, die für die bereits begonnene bessere Versorgung Ratheims notwendig sind.

Da ist zum einen die zusätzliche Ringleitung von Millich her, die schon bis zum Ratheimer Markt führt; und da ist zum anderen das neue Biomassekraftwerk, das auf dem ehemaligen Zechengelände von Schacht 4 gebaut wird, das Ende 2012 oder Anfang 2013 mit vier Megawatt elektrischer und 15 Megawatt Wärmeleistung für rund 20 Millionen Euro in Betrieb gehen soll. Wie Fraktionsvorsitzender Willi Spichartz ergänzte, sind im zuständigen Wirtschaftsförderungs-Ausschuss die notwendigen Genehmigungen bereits seit September beschlossene Sachen.

Die Ringleitung wird vom Ratheimer Markt weitergeführt über die Kirchstraße und die Myhler Straße bis zum neuen Kraftwerk. Die Anlieger dieser Straßen können problemlos angeschlossen werden, bei Seitenstraßen werde es etwas schwieriger, wie Klaus Brücher darlegte, da das investive Kapital nicht für alles ausreiche.

Durch eine Doppelleitung wird Wasser herum- und zurückgeschickt, das auf dem Hinweg bis 100 Grad heiß ist, auf dem Rückweg hat es immer noch rund 70 Grad. Befeuert werden die Biomasse-Kraftwerke mit Abfallholz, das aus Sägewerken oder ähnlichen anlagen stammt und somit CO2-neutral gefahren und staatlich gefördert werden kann. Die Förderung bekamen bis vor einer Woche die Verbraucher mit einer Summe von 1500 Euro pro Anschluss, das Programm ist ausgelaufen, wird aber evtuell verlängert.

Abgefragt von den Versammlungsteilnehmern wurde auch die Versorgungssicherheit. Da konnte Klaus Brücher beruhigen: In Hückelhoven stünden ja bereits zwei Kraftwerke der WEP, die im Notfall auf Kohle und/oder Öl umgeschaltet werden können. Er sehe auch keine Probleme, weiterhin ausreichend Abfallholz, Rinde und Schnitzel zu bekommen.

Dann beantworteten für die SPD Willi Spichartz, Ortsvereinsvorsitzender Dietmar Moll, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Jörg Leseberg und Ratsmitglied Georg Weber noch Fragen zur Infrastrukturpolitik in Hückelhoven.
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