Kreis Heinsberg - Ferienjob statt Faulenzen: Tipps von der IGBAU

Star Wars Alden Ehrenreich Solo Freisteller Kino

Ferienjob statt Faulenzen: Tipps von der IGBAU

Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Kino, Klamotten, Kurzurlaub: Viele Schüler im Kreis Heinsberg nutzen die großen Ferien, um ihr Taschengeld aufzubessern und sich ein paar Extra-Wünsche zu erfüllen. Wer älter als 15 Jahre ist, darf sich Ferien-Euros verdienen.

Allerdings müssen ein paar Regeln beachtet werden. Darauf wies die IGBAU hin. Nicht alle Arbeitsplätze seien für Jugendliche geeignet: „Große Hitze, Kälte, Nässe oder Lärm sind tabu. Und auch an Maschinen zum Sägen, Fräsen oder Pressen haben Jugendliche nichts zu suchen”, so Johannes Hölscher, Bezirksverbandsvorsitzender der Gewerkschaft. Auch Arbeitsplätze, an denen mit gefährlichen Substanzen hantiert werde, kämen für Jugendliche unter 18 Jahren nicht infrage.

Zudem gelte für die unter 18-Jährigen ein Arbeitszeitlimit. „Acht Stunden am Tag, 40 Stunden in der Woche - dann ist Schluss”, so Hölscher. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens dürften Jugendliche nur ausnahmsweise arbeiten, etwa in Bäckereien, auf Bauernhöfen, in Gaststätten oder bei Schaustellern. Die Wochenenden seien in der Regel auch in den Ferien „malochefreie Zeit”: „Ganz auf den Badesee verzichten sollen die Jugendlichen schließlich auch nicht”, erklärte der Gewerkschafter.

Damit das sauer verdiente Geld im Portemonnaie und nicht gleich beim Finanzamt lande, müssten Schüler und Studenten einige Vorschriften beachten. Nur bis zu einem Monatsverdienst von 896 Euro sei der Ferienjob steuerfrei. Für alles, was darüber liege, müssten die Jugendlichen Lohnsteuer zahlen. Diese bekämen sie aber in der Regel durch den Lohnsteuerjahresausgleich zurück. „Beiträge für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung fallen beim Ferienjob nicht an. Die müssen erst ab dem 51. Arbeitstag im Jahr abgeführt werden”, teilte Hölscher mit. Noch wichtig für die Eltern: Wenn volljährige Schüler mehr als 7680 Euro im Jahr verdienen, gibt es kein Kindergeld.

Sollte beim Ferienjob einmal ein Unfall passieren, sind die Jugendlichen, wie alle anderen Arbeitnehmer auch, gesetzlich versichert. „Beiträge an die Berufsgenossenschaften müssen sie nicht bezahlen. Ferienjobs sind über den Arbeitgeber angemeldet”, so der Bezirksverbandsvorsitzende der IGBAU. Der Versicherungsschutz bestehe übrigens unabhängig vom Lohn. Auch unbezahlte Praktikanten seien vom ersten Arbeitstag an versichert - im Betrieb, auf dem Weg zur Arbeitsstelle und zurück nach Hause.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert