Felix Mendelssohn Bartholdy im Mittelpunkt des sechsten Meisterkonzerts

Von: ulla
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Kreis Heinsberg. Passend zum Jubiläumsjahr stand der in Deutschland so lange verfemte Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) im Mittelpunkt des sechsten Meisterkonzerts der Anton-Heinen-Volkshochschule in der Erkelenzer Stadthalle.

Außerdem spielte die Slowakische Sinfonietta unter dem Dirigat von Georg Mais Werke von Georg Friedrich Händel (1685-1759) und Joseph Haydn (1732-1809).

Die vorwiegend jungen Musiker der Sinfonietta begannen mit der schwungvollen Ouvertüre zur Oper „Rinaldo” von Händel, einem Frühwerk des großen Deutsch-Engländers um eine unglückliche Liebe während der Kreuzzüge.

Seinerzeit (1711) löste das Werk mit seinem Melodienreichtum und seinen musikalischen Ideen solche Begeisterung aus, dass es über ein Dutzend Mal wiederholt werden musste und in ganz Europa viele Folgeaufführungen erlebte. Es folgte das Konzert für Violine und Orchester d-Moll von Mendelssohn-Bartholdy, dem Musikgenie zwischen Klassik und Romantik, dessen früher Tod mit 38Jahren eine der vielversprechendsten europäischen Musikerkarrieren beendete.

Das Werk erhielt seine besondere Note durch das harmonische Zusammenspiel zwischen dem 15-köpfigen Orchester und der Solistin Yuki Manuela Janke, deren brillante Technik sich mit tiefer Emotionalität verband.

Unter den beiden Zugaben, die das Publikum mit lang anhaltendem Beifall forderte, war auch Paganinis Caprice, das als eines der schwierigsten Stücke für Solo-Violine gilt mit den elf Variationen eines Themas, seinen Parallel-Oktaven, extrem schnellen Tonleitern, gebrochenen Akkorden und vielen anderen Raffinessen der Geigen-Kunst. Am Spiel von Yuki Manuela Janke hätte auch der Teufelsgeiger seine Freude gehabt.

Mit der Sinfonie Nr. 2 D-Dur für Streichorchester von Mendelssohn Bartholdy ging es nach der Pause weiter, wobei wieder einmal deutlich wurde, dass sich musikalische Vergangenheit und eigenständiges fantasievolles Konzertieren fruchtbar ergänzten.

Das Programm endete mit der Sinfonie Nr. 44 e-Moll (Trauersinfonie) von Haydn, die, anders als der Untertitel es vermuten lässt, durchaus heitere und hoffnungsvolle Züge enthielt. Vier Bläser ergänzten und vervollständigten den Gesamtklang der Sinfonietta. Dass Haydn sich das Adagio aus diesem Stück zu seinem Begräbnis wünschte, mag die Bedeutung dieser Komposition unterstreichen.

Die Blumen für den Dirigenten am Ende des Konzertes und viel Beifall sollten wohl auch zum Ausdruck bringen, dass Georg Mais nicht nur eine ausgezeichnete Arbeit als Lenker und Inspirator seines Orchesters abgeliefert, sondern auch durch seine temperamentvoll-lockere Art viel Sympathien erworben hatte. Als Zugabe erklang der letzte Satz aus Mozarts „Sinfonie Nr. 21 A-Dur”.
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