Farbe als verbindendes Element von „Bilder und Skulpturen”

Von: hl
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Im Haus Spiess in Erkelenz ste
Im Haus Spiess in Erkelenz stellen Karin Planker und Max Müller (r.) ihre Bilder und Skulpturen aus. Hier vor einem Bild, das sie gemeinsam Foto: Koenigs

Erkelenz. „Ein Kunstwerk fordert eine Art des Sehens, weg von der praktischen hin zur poetischen Form, eine Art der Betrachtung, die keinen Zweck verfolgt”, so die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters zur Eröffnung der Kunstausstellung „Bilder und Skulpturen” im Haus Spiess.

In die Ausstellung der beiden Künstler Karin Planker und Max Müller führte Christoph Stolzenberger ein.

Der Erkelenzer „Kultur-Chef”, bisher eher bekannt als erfolgreicher Organisator von Theater- und Konzert-Aufführungen, erwies sich als einfühlsamer Kunstkenner, der sich darüber freute, „eine Gemeinschaftsausstellung präsentieren zu können, die das Ausstellungsjahr 2012 eröffnet und die Ziele der Kunst- und Kulturarbeit der Kultur GmbH bestens verdeutlicht”.

Nämlich mehr Objektkunst zu zeigen und mehr Künstlerinnen Gelegenheit zur Ausstellung ihrer Werke zu bieten. Und jede Ausstellung sollte etwas Besonderes sein.

Präsentation verändert

Und dieses Besondere zeigte sich unter anderem daran, dass die übliche Präsentation verändert und mehr auf die Bedingungen des Hauses Spiess eingegangen wurde, so dass sich den Betrachtern neue Gesichtspunkte eröffneten.

Die 68 ausgestellten Werke erschlossen sich so auf intensivere Weise als üblich. Die in Heinsberg geborene Karin Planker, deren Werke schon in Spanien und China zu sehen waren, geht in ihrer Kunst aus von der von ihr erlebten Wirklichkeit: „Das alte Haus, die verwitterte Mauer, der Nachbarhof, der wilde Garten, die melancholische Industrielandschaft, der Rhein, der spanische Strand, der Zen-Teich, der Yangtze, die Wüste Gobi, die Seidenstraße, aber auch die Armut der Wohl-standsgesellschaft, all das hat Karin Planker mit unterschiedlichsten Maltechniken und großem Ideenreichtum künstlerisch umgesetzt,” so zitierte Stolzenberger einen „Kollegen”.

Zeit für Kommunikation

Was bei der Künstlerin besonders anspricht, auffällt und geradezu in den Bann zieht, das ist ihre expressive und direkt explosive Farbgebung, bei der Sensibilität und Emotionalität durchscheinen und sich dem Betrachter vermitteln. Allerdings sollte der sich Zeit nehmen für die „Kommunikation”.

Der auch in Krefeld lebende und arbeitende Maler, Bildhauer und Glaskünstler Max Müller wurde in der Nähe von Ulm geboren. Seit 30 Jahren ist er selbstständiger freier Künstler, der in vielen Städten Deutschlands und in den Niederlanden und Belgien ausgestellt hat. Dem Referenten sind seine Werke zum ersten Mal vor vielen Jahren in dessen damaligem Wohnort Rheydt begegnet, wo er vor einer Kirche als „Aktionssäger” aus sterbenden Bäumen tätig war. Und dass sich mit dieser Ausstellung ein Kreis schließt, freute Stolzenberger auch deshalb, weil Plankers und Müllers Arbeiten sich auf eine besondere und ungewöhnliche Weise ergänzten und „eine Kunst aus Material, Farbe und Ideen präsentierten”.

Philosophie in Farben

Über Müller urteilte ein Kunstprofessor: „Für Max Müller zählt der schöpferische Moment der Entstehung eines Werkes. Kurz: Er ist kein Theoretiker, kein Konzeptkünstler, sondern ein visueller Charakter der in Formen lebt und in Farben philosophiert. Diese Besinnung auf das Wesentliche ist prägend für das Schaffen dieses außergewöhnlichen Künstler.”

Die Ausstellung ist noch geöffnet bis zum 5. Februar, samstags von 15 bis 18 und sonntags von 11 bis 18 Uhr.
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