Radarfallen Blitzen Freisteller

Fachvortrag zur Neuregelung der Erbschaftssteuer

Von: ej
Letzte Aktualisierung:
ksk-foto
Fachanwalt für Erbrecht und Steuerrecht: Burkhardt Jordan referierte bei der Kreissparkasse in der Kreisstadt Heinsberg. Foto: Jennes

Kreis Heinsberg. „Sich rechtzeitig informieren, kompetente Beratung suchen und dann handeln” dies war der grundsätzliche Rat, den Burkhardt Jordan, Fachanwalt für Erbrecht und Steuerrecht, bei einem Informationsabend der Kreissparkasse Heinsberg den Teilnehmern mit auf den Weg gab.

Begrüßt wurde der Referent vom KSK-Direktor für Vermögensberatung, Wolfgang Kurth, im Konferenzsaal im dritten Obergeschoss des neuen Sparkassengebäudes in Heinsberg an der Hochstraße zu einem auch für Laien verständlichen Fachvortrag, der sich mit der seit Jahresbeginn geltenden Neuregelung der Erbschafts- und Schenkungssteuer beschäftigte.

Die stattliche Zahl der Zuhörer war zugleich der Beweis dafür, dass die doch gravierenden Änderungen in der steuerlichen Behandlung von Schenkung und Erbe allgemein für Verunsicherung gesorgt haben.

Wie komplex das Thema ist, zeigte der Referent bereits mit der Einleitung auf. Zur Veranschaulichung hatte er eine Musterfamilie, ein Ehepaar mit zwei Kindern, gewählt.

Dabei hatte diese zwar kein Betriebsvermögen und kein ausländisches Vermögen zu vererben, dafür aber Haus- und Grundbesitz, Aktiendepot, weiteres Geldvermögen, Lebensversicherung, Einrichtung und Auto bei unterschiedlichen Besitz- und Eigentumsverhältnissen. Er sprach die verschiedenen Möglichkeiten der Erbfolge ebenso an wie den Güterstand und damit auch die Bedeutung eines Ehevertrages und dessen Vorteile.

Jordan warnte ausdrücklich vor einer Erbengemeinschaft, die er als Schicksalsgemeinschaft mit häufig sehr unterschiedlichen Interessen bezeichnete. Es sollte das Ziel jedes Erblassers sein, Erbengemeinschaften und damit den Kampf ums Erbe mit den häufig folgenden Auseinandersetzungen zu vermeiden, so seine Empfehlung.

„Ohne Testament können wir später nur noch versuchen zu reparieren”, berichtete er als Fachanwalt aus der täglichen Praxis. Das Testament sei als Gestaltungsmittel immer von Vorteil, da darin konkret festgelegt werden könne, welches Vermögen wem zukommen solle unter dem Vorbehalt von Nießbrauch und Wohnrecht. Angesprochen wurde auch das so genannte notarielle Ehegattentestament sowie das „Berliner Testament”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert