Kreis Heinsberg - Facebook-Party am Adolfosee untersagt

Facebook-Party am Adolfosee untersagt

Von: disch
Letzte Aktualisierung:
Der Adolfosee in Hückelhoven-
Der Adolfosee in Hückelhoven-Ratheim: Dort sollte vom 11. bis 13. August die Facebook-Party steigen, die nun von Stadt Hückelhoven und Kreis Heinsberg mit sogenannten Allgemeinverfügungen untersagt worden sind.

Kreis Heinsberg. „Wir wollen die größte, abgefahrenste & legendärste Party im Kreis Heinsberg überhaupt feiern! Bringt Alkohol, Musik, Zelte & Freunde mit! Wir werden den Adolfosee abreißen!!!”

Über 17.700 Nutzer des sozialen Netzwerkes Facebook hatten bis zum Donnerstagmittag eine Einladung mit genau diesem Wortlaut erhalten. Mehr als 1800 Nutzer hatten da ihre Teilnahme schon zugesagt, rund 1500 wussten noch nicht genau, ob sie teilnehmen werden.

„Ein Festival der Superlative werden wir feiern ! Teilt das all euren Freunden und die sollen es ihren Freunden teilen !!! Eintritt frei ! Je mehr Leute kommen, umso geiler wird es !!!! Das wird legendär & atemberaubend. Jeder soll seine ganze Freundesliste einladen”, hatte ein Facebook-Nutzer mit dem Fantasienamen „Zohan Frissibuble” formuliert. Auch auf anderen Internetportalen wie www.blindad.de wird auf das Event in Ratheim hingewiesen.

Doch die große Party am Adolfosee wird ins Wasser fallen”, erklärte am Donnerstagmittag die Pressestelle des Kreises Heinsberg. Denn nach der Stadt Hückelhoven, die diese Veranstaltung per Allgemeinverfügung untersagt habe, habe auch der Kreis Heinsberg als Untere Landschaftsbehörde in Absprache mit der Stadt Hückelhoven eine Allgemeinverfügung erlassen. Deren Inhalt sage unter Punkt 1 ganz klar aus, dass die Durchführung der im sozialen Netzwerk „Facebook” als „Project X Heinsberg Reunion” angekündigten Party von Samstag, 11. August, bis Montag, 13. August, in Landschaftsschutzgebieten, also auch am Adolfosee in Hückelhoven-Ratheim, untersagt ist.

Landschaftsschutzgebiet

Der Grund ist nach Angaben des Kreises ein einfacher: Der Adolfosee liegt in einem Landschaftsschutzgebiet. Da solche und ähnliche Veranstaltungen in geschützten Teilen von Natur und Landschaft (unter anderem Natur- und Landschaftsschutzgebiete) grundsätzlich untersagt seien, dürfe auch diese Facebook-Party dort - wie auch in allen anderen geschützten Gebieten des Kreisgebietes - nicht stattfinden. Somit sei beispielsweise auch ein „Ausweichen” an ähnliche Orte nicht möglich.

Der Kreis Heinsberg wies am Donnerstag zudem darauf hin, „dass Polizei und Ordnungsbehörden zu den besagten Terminen Platzverweise aussprechen können und werden”.

Die Stadt Hückelhoven erklärte auf ihrer Internetseite, dass von Seiten des Initiators dieser „Abrissparty”, der bislang nicht habe identifiziert werden können, keinerlei Sicherheitsvorkehrungen getroffen würden, so dass aus Gründen der Gefahrenabwehr diese Veranstaltung verboten werde. Die Stadt wies ausdrücklich darauf hin, dass sie in Zusammenarbeit mit der Polizei alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, um das Verbot durchzusetzen und eventuelle Zuwiderhandlungen mit empfindlichen Bußgeldern zu ahnden.

Der Wortlaut der Kreis-Verfügung soll in den Tageszeitungen bekannt gemacht werden und kann auch unter www.kreis-heinsberg.de nachgelesen werden.

„Project X-Feten” gelten als „exzessiv”

Verbotene Facebook-Partyssorgten allein in den letzten Tagen wieder vielerorts quer durch die Republik - ob in Backnang, Bad Canstatt, Waiblingen, Nordhausen, Iserlohn, Heilbronn oder Rothenburg ob der Tauber - für Schlagzeilen.

Im Zusammenhang mit einer abgesagten „Project X”-Party am Horchheimer Rheinufer hatte die Rhein-Zeitung den Leiter des Koblenzer Ordnungsamtes, Rainer Klug, zitiert, der meinte, solche „Project X”-Feten seien „aus Erfahrung exzessiv”.

„Project X”, die US-amerikanische Filmkomödie, handelt von einer Party, die von drei Highschool-Freunden veranstaltet wird, aber eine völlige Eigendynamik entwickelt, außer Kontrolle gerät und schließlich im totalen Chaos endet.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert