Expertin lädt Schüler zur Ernährunsgsprechstunde

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Gesunde Ernährung liegt ihr a
Gesunde Ernährung liegt ihr am Herzen: Diplom-Ökotrophologin Beyda Üner. Das Bild zeigt sie mit Kreisdirektor Peter Deckers und dem Leiter des Heinsberger Kreisgesundheitsamtes, Dr. Karl-Heinz Feldhoff (r.).

Kreis Heinsberg. „Hilfe, mein Gewicht! Was kann ich bloß tun?” Anfragen wie diese erreichen das Kreisgesundheitsamt in den letzten Jahren immer häufiger.

In den Sprechstunden der Schulärzte in weiterführenden Schulen zeigten sich Fragen zur Ernährung und zum Ernährungsverhalten derart oft und vielschichtig, dass beim Gesundheitsamt die Diplom-Ökotrophologin Beyda Üner mit dieser Aufgabe neben vielen anderen betraut wurde.

Das Angebot der Ernährungssprechstunde ist gedacht für Schüler der Sekundarstufe I, die Probleme und Fragen rund um die Themen Gewicht und Ernährung haben.

Die Ernährungssprechstunde wird mittlerweile schon in mehreren Schulen angeboten und auf Anforderung der Schulen realisiert. Sie ist für die Schülerinnen und Schüler unkompliziert zu erreichen, weil sie vor Ort in den Schulen stattfindet.

Schwellenängste treten so erst gar nicht auf. Wichtig für eine erfolgreiche Beratung: Sie findet in einer für die Schüler vertrauten Atmosphäre und bekannten Umgebung statt.

Des Weiteren haben die Schülerinnen und Schüler - wenn sie es wünschen - die Möglichkeit, ihren Beratungstermin gemeinsam mit einer Freundin, einem Freund oder einer sonstigen Bezugsperson wahrzunehmen. Sie können entweder einzeln, in Zweier- oder Dreiergruppen kommen.

Die Dauer der Beratung richtet sich nach dem individuellen Bedarf, pendelt sich aber meistens bei etwa einer halben Stunde ein. Für den organisatorischen Ablauf, beispielsweise die Terminvergabe, ist die Beratungslehrkraft für Gesundheitserziehung der jeweiligen Schule zuständig.

Ziel der Ernährungssprechstunde ist es zunächst einmal, die individuelle Problemlage zu erfassen und zu analysieren. Anknüpfend daran, versucht Beyda Üner, somatische und psychische Aspekte der Ernährung zu verdeutlichen und eine frühzeitige Intervention bei erkanntem Ernährungsfehlverhalten sicherzustellen.

Häufig stellt sie fest, dass es selbst an elementaren Kenntnissen über gesunde Ernährung und Lebensmittel mangelt - ein großes Problem in der heutigen Zeit.

Den Schülerinnen und Schüler brennen meistens die gleichen Fragen auf den Nägeln: „Bin ich zu dick?” - „Wie ernähre ich mich gesund, und was mache ich, wenn ich Heißhunger verspüre?” - „Muss ich Sport machen, wenn ich abnehmen will?”

Wenn gewünscht, wird der Body-Mass-Index (BMI) der Schüler bestimmt, da der BMI Aufschluss über den Ernährungszustand gibt. Sehr hilfreich ist die Ermittlung des BMI dann, wenn - was nicht selten vorkommt - ein sehr schlankes Mädchen mit der irrigen Meinung in die Beratung kommt, es sei viel zu dick und müsse dringend abnehmen. In solchen Fällen kann häufig die Einsicht vermittelt werden, dass überhaupt kein Übergewicht vorliegt und eine weitere Gewichtsabnahme sogar gesundheitsschädlich sein kann.

In der Ernährungssprechstunde offenbaren sich manchmal auch Probleme, die über das Thema Ernährung und Gewicht hinausgehen. In solchen Fällen informiert Beyda Üner über Angebote spezialisierter Beratungsstellen und andere weitergehende Hilfsmöglichkeiten.

Beyda Üner freut sich immer wieder sehr darüber, wenn ihre Beratung tatsächlich zu einer Änderung des Essverhaltens führt und der Schüler oder die Schülerin darüber mit Stolz berichtet.
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