Heinsberg - Esser löst Becke als Vorsitzenden beim CDU Stadtverband ab

Esser löst Becke als Vorsitzenden beim CDU Stadtverband ab

Von: Rainer Herwartz
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Bernd Krückel (links), Herbert Esser (2. v. l.) und Ellen Florack dankten den Vorstandsmitgliedern Heinz-Gerd Becke (Mitte) und Hans-Josef Peters mit Blumensträußen und einem kleinen Präsent für ihr jahrelanges Engagement. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. 844 Mitglieder zählt der CDU-Stadtverband Heinsberg derzeit in seinen Reihen. 27 weniger als noch vor zwei Jahren. Und wenn man bei der Mitgliederversammlung in der Stadthalle der Namensverlesung der in dieser Zeit Gestorbenen folgte, drängte sich das Gefühl auf, dass deren Zahl nahezu deckungsgleich mit den Parteiabgängen sein könne.

Vorsitzender Heinz-Gerd Becke brachte das Hauptproblem der Christdemokraten denn auch auf den Punkt. „Was uns Sorgen bereitet, ist die Altersstruktur. Diese kann nicht befriedigen; denn rund 46 Prozent unserer Mitglieder sind 60 Jahre und älter.” Viele junge Menschen wählten zwar die CDU, wollten sich aber nicht binden. „Hier ist nach wie vor Aufklärung mit Werbung verbunden erforderlich.”

Letztlich stellte sich Becke selbst aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl. „Gesundheitlich bin ich angeschlagen, was man mir äußerlich nicht ansieht. Und im Übrigen werde ich in wenigen Tagen 70 Jahre alt.” Von 1992 bis 2005 war Becke Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Heinsberg und seit 1999 Vorsitzender des Stadtverbandes. Das seien 17 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit zum Teil in einer Doppelfunktion. Und bereits vorher sei er auch bei anderen Aktivitäten der CDU im Einsatz gewesen.

„Alles war aber nur möglich, weil ich in den jeweiligen Vorständen gute Mitstreiter hatte, und weil Sie, liebe Parteifreunde, mich alle zwei Jahre mit überwältigender Mehrheit, das letzte Mal mit rund 97 Prozent, gewählt haben”, dankte der scheidende CDU-Chef. „Pflegen Sie bei freier Meinungsäußerung intern Gemeinsamkeit nach außen, damit unsere CDU nicht öffentlich beschädigt wird. Interne Kritik in diesem Sinne sollte nicht zerstörend und nicht Personen bezogen sein, sondern stets aufbauend.”

Für diese Einstellung und die in der Vergangenheit geleistete Arbeit würdigte CDU-Kreisvorsitzender Bernd Krückel (MdL) den scheidenden Vorsitzenden. Der Dank galt auch Schatzmeister Hans-Josef Peters, der nach insgesamt 36 Vorstandsjahren sein Amt ebenfalls aus Altersgründen zur Verfügung stellte.

Die von Becke beschworene „Gemeinsamkeit nach außen” dokumentierte sich schon in den anstehenden Wahlen, denn auch sein Nachfolger Herbert Esser erhielt 97 Prozent der Stimmen. 135 stimmberechtigte Mitglieder waren der Einladung des Stadtverbandes in die Stadthalle gefolgt. 133 hatten schließlich bei der Wahl des Vorsitzenden ihre Stimme abgegeben; eine war ungültig und nur drei Mitglieder stimmten gegen den 51 Jahre alten zweifachen Familienvater und Prokuristen der Raiffeisenbank in Heinsberg.

Für Hans-Josef Peters rückte Wilfried Oellers als Schatzmeister in den Vorstand auf. Er erhielt bei 126 abgegebenen Stimmen 121 bei 4 Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Leo Lausberg und Ellen Florack sind die stellvertretenden Vorsitzenden der Heinsberger CDU. Auf Lausberg entfielen bei 133 abgegebenen Stimmen 123 Ja-, 5 Nein- und 3 ungültige Stimmen bei 2 Enthaltungen. Florack erhielt bei 132 abgegebenen Stimmen 122 Mal ein Ja und 7 Mal ein Nein; 3 Stimmabgaben waren ungültig. Guido Schluns wählten bei 134 abgegebenen Stimmen 119 Anwesende zum Schriftführer, 14 stimmten gegen ihn, eine Stimmabgabe war ungültig. Sein Stellvertreter wurde mit 115 Ja- und 16 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen sowie einer ungültigen Stimme Michael Dörstelmann.
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