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Es rattert und es knattert aus allen Ecken

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Dieser Traktor aus Polen wurde schon zerlegt und wird im Bauernmuseum wieder auf aufgepäppelt. Foto: agsb

Selfkant-Tüddern. Mit einem neuen Highlight wartete das Bauernmuseum Tüddern am gestrigen Sonntag auf. Der Aktionstag lockte bereits am Vormittag das Interesse der Besucher.

In der Museumshalle ratterte und knatterte es aus allen Ecken und Winkeln. Sämtliche Trecker wurden bewegt und aus der Halle gefahren. Hier und da streikte zunächst der Motor - dann aber strahlten die Mitglieder der Interessengemeinschaft des Bauernmuseums.

Denn es wurde geschraubt und gedreht und alles Mögliche in Gang gesetzt, bis die Maschinen ratterten und knatterten. Viele der Museumsstücke stehen bereits seit zehn Jahren in der Ecke - sie in der großen Halle mit mittlerweile weit über tausend Exponaten bestaunt und bewundert.

Am Aktionstag wurde alle bewegt, was zu bewegen war und nach draußen gefahren. So mancher Besucher konnte selbst das Fahrzeug bewegen und so für Minuten seinen „Hauch der Freiheit” erfahren. Draußen vor der Halle stach gleich eine „Rostlaube” aus den 40er-Jahren ins Auge. Von vorne sah dieses Modell nach einem Lanztraktor aus.

„Dieses Modell kommt aus Polen, wird von uns aufgepäppelt und kann im nächsten Jahr in der Halle bewundert werden”, sagte Jörg Borgans vom Bauernmuseum und legte selbst Hand an und schraubte hier und da am kommenden Zugpferd.

„Von vorne sieht dieser Trecker wirklich aus wie ein Lanz. In der 40er-Jahren erhielten die Polen keine Ersatzteile mehr - und da haben sie List gezeigt. Das Gestell vom Lanz und dann alles mit eigenen Maschinen und Schrauben - so haben die Polen den Boykott ausgetrickst”, so Borgans.

Allerdings sah er noch viel Arbeit an der Maschine vor sich. Das Bauernmuseum freute sich über neue Traktoren, die teilweise in den Scheunen herumstehen und nicht mehr benötigt werden.

„So haben wir von Familie Jansen aus Obspringen einen alten Trecker bekommen.” Die Jansens sehen ihr Schmuckstück im Bauernmuseum bestens aufgehoben. Am Montag wurden gleich weitere Schmuckstücke angeliefert.

Familie Mertens aus Ophoven brachte zur Freude der Interessengemeinschaft eine Honigschleuder und eine alte Sähmaschine. „Hier sind solche Sache bestens aufgehoben und sie finden den ihnen gebührenden Platz”, dankte Jörg Borgens der Familie Mertens.
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