Geilenkirchen - Es begann mit Öfen, Beschlägen und Stalleinrichtungen

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Es begann mit Öfen, Beschlägen und Stalleinrichtungen

Von: Berthold Strauch
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Geilenkirchen. Es ist ein alteingesessenes Familienunternehmen mit entsprechend langer, großer Tradition: Eisenjansen in Geilenkirchen, einer der größten Arbeitgeber in der Stadt im Kreis Heinsberg.

Jetzt feiert der Spezialist im Großhandel für Heizung, Sanitär, Elektrogroß- und -kleingeräte, Elektroinstallation, Werkzeuge, Beschläge, Bauelemente und Stahl sein 150-jähriges Jubiläum. Gefeiert wird dieses im Wirtschaftsleben der Region eher seltene Ereignis heute mit rund 600 Gästen, darunter Kunden, Lieferanten im Aachener Eurogress.

Ganz am Anfang stand der Schlossermeister Wilhelm Jansen. Er legte am 31. Juli 1862 den Grundstein zu seiner später stark wachsenden Firma. Damals gehörten Stalleinrichtungen, Beschläge und Mantelöfen zur Produktpalette seines handwerklichen Betriebs. Für einen ersten kräftigen Entwicklungsschub sorgte der Steinkohlebergbau. Ein Einzelhandelsgeschäft im Zentrum Geilenkirchens kam hinzu, entsprechend wuchs das Sortiment um Röhren, Werkzeuge und eben Eisenwaren. Auch Haus- und Küchengeräte wurden in die Angebotspalette aufgenommen.

Im Ersten Weltkrieg war Eisenjansen für die Kohleversorgung im Heinsberger Raum zuständig. Im Laufe der Jahre kamen weitere lukrative Sparten hinzu, der weitere Aufstieg das Unternehmens nahm rasante Formen an, wie es in der aufschlussreichen Firmenchronik mit Stolz heißt. Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts zählte Eisenjansen bereits 130 Mitarbeiter. Weitere Tochterfirmen sorgten für zusätzliches Wachstum. 1976 wurde ein neues, großzügiges und verkehrsgünstig gelegenes Betriebsgelände im Geilenkirchener Ortsteil Niederheid bezogen - an der Albert-Jansen-Straße, benannt nach einem Sohn des Gründers.

Ein weiteres prägendes Kapitel in der Entwicklungsgeschichte wurde im Jahre 1986 aufgeschlagen. Damals - „in einem gewachsenen Konkurrenzumfeld” - übernahm der Mönchengladbacher Kaufmann Heinrich Schmidt mit seinen Söhnen Heinz und Edelhart die Firma Eisenjansen, der Traditionsname blieb. Als „wesentlicher Teil der Heinrich-Schmidt-Gruppe” wuchs auch das Sortiment des Logistikspezialisten deutlich an. Mittlerweile sind jeden Tag über 100.000 verschiedene Artikel aus allen Sparten verfügbar. Insgesamt acht Standorte in der Region gewährleisten die Nähe zu den Kunden und eine schnelle Reaktion auf deren Lieferwünsche, wozu eine eigene Lastwagenflotte mit rund 30 Fahrzeugen sorgt. Insgesamt zählt Eisenjansen rund 270 Mitarbeiter, darunter etwa 25 eigene Vertreter. Zudem wird auch stets großer Wert auf Nachwuchs gelegt. Jeweils etwa zehn Prozent der Belegschaft sind Auszubildende.

Die Muttergesellschaft Heinrich Schmidt zählt rund 2000 Beschäftigte und etwa 100 Niederlassungen. Der jetzige Geschäftsführer Heinz Schmidt ist zudem seit 2009 Präsident der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein in Mönchengladbach.

Das größte Einzelprojekt, das Eisenjansen zuletzt mit allen notwendigen Baumaterialien, rund 5000 Tonnen, beliefert hat, ist die exklusive Düsseldorfer Wohnanlage Heinrich-Heine-Gärten. Dieser lukrative Millionenauftrag wurde kürzlich abgeschlossen - wobei generell über das Umsatzvolumen des Unternehmens keine Angaben gemacht werden.
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