Kreis Heinsberg - Erinnerung wird wach an Vision von einem roten Kreis

Erinnerung wird wach an Vision von einem roten Kreis

Von: disch
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Strahlende Gesichter bei der S
Strahlende Gesichter bei der SPD: Norbert Spinrath, Nicole von den Driesch und Ralf Derichs (v. r. n. l.) waren sehr zufrieden. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Es war Dr. Christoph Zöpel, der frühere Staatsminister im Auswärtigen Amt, der als sozialdemokratischer Abgeordneter viele Jahre lang Kreis Heinsberger Interessen im Bundestag vertreten hat, der einmal die Vision eines roten Kreises Heinsberg beschworen hatte - und damals von vielen dafür belächelt worden war.

Beim Blick auf das Zweitstimmen-Ergebnis der Landtagswahl vom Sonntag - hochgerechnet auf den gesamten Kreis - wird die Erinnerung an diese Vision wach, liegt die SPD mit 32,5 Prozent doch nur noch 3,3 Punkte hinter der auf 35,8 Prozent abgestürzten CDU. So glaubt denn auch Norbert Spinrath, der aktuelle Unterbezirksvorsitzende der Sozialdemokraten, weiterhin daran, dass die SPD irgendwann im Kreis Heinsberg vorne liegen wird: „Die Menschen haben erkannt, dass traditionell konservatives Wählen sie nicht mehr weiterbringt. Auch die Menschen im Kreis Heinsberg wollen die beste Bildung für ihre Kinder, gute Arbeit zu guten Löhnen, eine Gesundung der Kommunalfinanzen. Und sie haben erkannt, dass für diese Politik in Nordrhein-Westfalen die sozialdemokratische Partei steht - mit ihrer Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.”

Landestrend habe für die SPD in den Kreis durchgeschlagen, so Spinrath. Auch dank der beiden Kandidatinnen Ulla Meurer aus Heinsberg und Nicole von den Driesch aus Wegberg, die einen kurzen, engagierten Wahlkampf geführt hätten. Die SPD verringerte sowohl im südlichen Wahlkreis 9 Heinsberg I als auch im nördlichen Wahlkreis 10 Heinsberg II den Abstand zwischen CDU und SPD bei den Erststimmen um über zehn Prozentpunkte.

Mit Blick auf den Nordkreis sprach Spinrath sogar von einer „Sensation”. Zwar verteidigte der Christdemokrat Dr. Gerd Hachen am Ende das Direktmandat mit einem 5,2-Prozent-Vorsprung (2010 lagen noch 15,7 Prozentpunkte zwischen Hachen und von den Driesch), doch die SPD verbuchte diesmal im Erkelenzer Land mehr Zweitstimmen als die Union (34,6:32,9 ). Nur einmal, bei der Landtagswahl 1985, war dies schon einmal der Fall; damals gewann Johannes Sondermann aus Hückelhoven völlig überraschend das Direktmandat. Und Nicole von den Driesch kündigte bereits an: „Ich werde alles daran setzen, dass die SPD diesen Wahlkreis bei der nächsten Landtagswahl auch direkt gewinnt.”

Ohnehin blickt die SPD bereits voraus. „Uns ist dieses Ergebnis eine Verpflichtung”, sagte Spinrath. Die SPD wolle weiterhin die richtige Politik für die Menschen im Kreis machen.
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