Erblindeter Schütze mit besonderem Pokal geehrt

Von: Petra Wolters
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Sieger und Platzierte nach den Rundenvergleichskämpfen Luftgewehr im Schützenbezirk Heinsberg, an denen auch Schützen aus Süsterseel teilnahmen, mit Bezirksschießmeister Gerd Knoll (sitzend, links) und Gruppenleiter Gottfried Mevissen (links). Über seine besondere Ehrung freute sich der blinde Schütze Hans Möller (sitzend, rechts). Foto: Petra Wolters

Heinsberg/Waldfeucht. Insgesamt 14 Mannschaften aus acht Bruderschaften des Schützenbezirks Heinsberg sowie aus Süsterseel haben sich in diesem Jahr an den acht Rundenvergleichskämpfen Luftgewehr aufgelegt beteiligt.

Ältester Teilnehmer war dabei Kurt Baltuttis aus Randerath im Alter von 79 Jahren. Besonders geehrt wurde der erblindete Schütze Hans Möller, der trotz seiner Behinderung den Schießsport ausübt. Den Sieg in der Teamwertung sicherte sich bereits zum vierten Mal in Folge die erste Mannschaft von St. Arnoldi Aphoven mit Regina und Gerhard Knoll, Friedel Blum und Michael Bischof.

Beim Finalschießen in der Einzelwertung ehrten Gruppenleiter Gottfried Mevissen und Bezirksschießmeister Gerhard Knoll die besten Schützen in fünf Klassen. In der Klasse Alt sicherte sich Josef Mertens mit 149 Ringen den Sieg vor Hans Peter Küppers (148) und Herbert Beiten (146). Bei „Damen 2” gewann Marie-Sofie Mevissen (149) vor Michaela Hilgers (146) und Gosia Rick (145), bei „Damen 3” Regina Knoll (144) vor Käthe Nießen (142) und Helga Hensgens (140).

In der Klasse „Senioren 1” sicherte sich Franz-Josef Dautzenberg (148) den Sieg vor Friedel Blum (144) und Roman Rogalla (143). Bei den „Senioren 2” gewann Hans Cüppers (139) vor Willi Knoben (138) und Josef Nießen (134).

Den Wanderpokal verlieh der Schießmeister an die Schützen aus Lieck. „Sie haben durch ihren fulminanten Endspurt bei den letzten drei Wettkämpfen die Tabelle ins Wanken gebracht und sich bis auf vier Punkte und einen Ring an die erste Mannschaft aus Aphoven hochgearbeitet”, würdigte Knoll deren Leistung.

Einen ganz besonderen Pokal spendete schließlich Hubert Jansen von der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Oberbruch. Er wurde Hans Möller von der gleichnamigen Schützenbruderschaft Süsterseel zuteil.

Mithilfe einer speziellen Gewehreinrichtung betreibe der erblindetet Schütze weiterhin mit guten Ergebnissen den Schießsport und sei dadurch als Mannschaftsschütze unverzichtbar, erklärte Knoll. „Du hast bewiesen, dass man auch mit Handicap im Leben weiterkommt”, betonte Jansen, als er ihm den gläsernen Pokal für seine ganz besondere sportliche Leistung unter großen Beifall aller Teilnehmer am Finalschießen überreichte.
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