Erkelenz - Energieminister wirbt in Erkelenz für die Braunkohle

Energieminister wirbt in Erkelenz für die Braunkohle

Von: Christian Bosten
Letzte Aktualisierung:
Im Erkelenzer Rathaus trug sic
Im Erkelenzer Rathaus trug sich NRW-Minister Harry Voigtsberger ins Buch der Stadt ein. Mit dabei die Beigeordneten Ansgar Lurweg (links), Dr. Heiner Gotzen (rechts) und Bürgermeister Peter Jansen.

Erkelenz. „Das Gespräch war sehr interessant und intensiv. In der Vorbereitung war klar, dass es ein Standort ist, mit dem man sich besonders beschäftigen sollte”, so das Fazit von Harry K. Voigtsberger, Minister für Wirtschaft und Energie in NRW.

Zum bürgernahen politischen Dialog mit Vertretern der Stadtverwaltung, des Stadtrates und der Bürgerbeiräte aus Berverath, Keyenberg, Kuckum, Immerath, Borschemich sowie Unter- und Oberwestrich stand der Minister über zwei Stunden im Erkelenzer Rathaus Rede und Antwort.

Voigtsberger löste damit gleichzeitig ein Versprechen ein, das er Ende des vergangenen Jahres bei einem Besuch von Immerath (neu) gegeben hatte: mit den vom Tagebau betroffenen Bürgern in den Dialog zu treten und ihre persönlichen Empfindungen und Probleme dabei anzuhören.

Vorteile aufgelistet

Während des intensiven Meinungsaustausches versuchte Harry K. Voigtsberger deutlich zu machen, welche Vorteile die Erkelenzer Region mit sich bringt. „Was diese Region ausmacht, ist die Energie aus den Braunkohlevorkommen, die auch gleichzeitig unserem Wohlstand dient, wofür aber die Menschen Opfer bringen müssen”, verwies der Minister auf die energiepolitischen Vorzüge und fügte gleichzeitig an, dass der gesamte Umsiedlungsprozess so sozialverträglich wie möglich ablaufen müsse.

Besonders ist dem Minister der Austausch mit den betroffenen Bürgern wichtig. „Dialog schafft Zukunft”, so die passende Überschrift dazu, die unterstreichen sollte, dass nur optimal gehandelt werden könne, wenn ein fortwährend nachhaltiger Meinungsaustausch stattfinde. Trotz vieler Bedenken sieht Voigtsberger die Umsiedlung als große Chance an, um neue Siedlungsstrukturen zu schaffen und innovative anhaltende Ideen einzubringen. Damit diese Möglichkeit auch tatsächlich umgesetzt werden könnte, ist es von besonderer Wichtigkeit die nötige Transparenz zu schaffen, um bei problematischen Szenarien direkt handlungsfähig zu sein und gegensteuern zu können.

Aus für den Tagebau

Neben der Umsiedlungsproblematik ging der Minister auch auf die betroffenen Menschen ein, die unmittelbar am Tagebau leben. An diesem Punkt müsse speziell gehandelt werden. Harry K. Voigtsberger richtete jedoch auch schon den Blick nach vorn und verkündete, dass der Tagebau auslaufen und nicht weitergehen wird. Der Minister warb aber weiter für die Braunkohle als wichtigen Energieträger, von dem das ganze Land profitieren könne.

RWE nimmt nicht teil

Neben dem intensiven Gesprächsaustausch stand für den Minister noch der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt an. Ein wichtiger Gesprächspartner blieb dem Dialog in der Erkastadt jedoch fern. Bürgermeister Peter Jansen erläuterte, dass man seitens der Stadt bewusst auf die Teilnahme eines Vertreters des RWE-Konzerns verzichtet habe, da der reine Dialog zwischen der Politik und den Bürgern im Fokus stehen sollte.
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