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Elektro Jansen GmbH: Besorgt über Ergebnisse beim Einstellungstest

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Noch auf der Suche nach Auszubildenden: Friedhelm Bohnen, Geschäftsführer der Elektro Jansen GmbH. Foto: Petra Wolters

Heinsberg-Oberbruch. Nicht nur Schüler, die im Sommer die Schule verlassen werden, sind noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Aber es gibt eben auch noch Ausbildungsbetriebe, die ihre Plätze für das in Kürze beginnende neue Ausbildungsjahr noch nicht besetzen konnten.

Ein Beispiel dafür ist die Elektro Jansen GmbH in Oberbruch. Seit 52 Jahren besteht das Unternehmen, beschäftigt 60 Mitarbeiter, davon zwölf Auszubildende. Vier Mitarbeiter haben im Januar ihre Prüfung abgeschlossen. Sie wurden alle fest eingestellt. Spezialisiert ist der Betrieb auf Elektroinstallationen in Krankenhäusern, Altenheimen und anderen sozialen Einrichtungen. „Wir bieten einen Beruf mit Zukunft”, sagt Geschäftsführer Friedhelm Bohnen.

Jedes Jahr stellt er im Schnitt vier neue Auszubildende ein, „macht bisher rund 200”, betont er. Bisher habe es für die vier Stellen, auf denen Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (Elektroinstallateur) ausgebildet werden, immer zwischen 20 und 25 Bewerbungen gegeben - in diesem Jahr gerade mal sieben.

Das allein ist für Bohnen nicht das Problem. Vielmehr ist er besorgt über die Ergebnisse der Bewerber beim Einstellungstest. Diesen hat sein Unternehmen selbst entwickelt, und er habe sich über viele Jahre bewährt, so der Geschäftsführer. Allgemeinwissen ist da gefordert, logisches Denken, Kenntnisse in den Grundrechenarten und ein wenig Physik. 60 Punkte können die Bewerber erreichen. Von den sieben Kandidaten im Test kam der beste gerade mal auf 30 Punkte. Auf die Frage nach dem Bundesverteidigungsminister habe einer mit „Joschka Fischer” geantwortet. Weitere Antworten habe es nicht gegeben.

Die Fragen würden natürlich jedes Jahr variieren, aber auf die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges seien die Antworten auch nicht besser. Bundespräsident und Bundeskanzler auseinander zu halten, falle den Bewerbern ebenso schwer. „Aber all das sollte man doch eigentlich in der zehnten Klasse beherrschen”, schüttelt Bohnen verständnislos den Kopf. „Es macht doch keinen Sinn, wenn die hier anfangen und dann in der Berufsschule nicht mitkommen.” Dabei brauche doch auch sein Unternehmen dringend qualifizierten Nachwuchs, der auch ohne Taschenrechner noch im Kopf rechnen könne, schaut er sorgenvoll in die Zukunft.

Drei Ausbildungsplätze zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sind bei Elektro Jansen noch zu vergeben. Wer interessiert ist und sich dem Test stellen will, sollte sich melden unter 02452/977030 (E-Mail:bohnen@ej-online.de)
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