Hückelhoven - Eine nicht ganz ernst gemeinte Frage

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Eine nicht ganz ernst gemeinte Frage

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Hückelhoven. „Sofort nach der Geburt eines Kindes sollte man vorsorglich einen Bausparvertrag abschließen”: Mit solch ironisch-sarkastischen Lebensweisheiten entzückten die Kabarettistinnen „Die Weberinnen” im Pfarrheim von St. Lambertus die zahlreichen Zuhörerinnen anlässlich des Internationalen Frauentages.

Weltweit begehen Frauenorganisationen am 8. März diesen Tag für die Rechte der Frauen und den Weltfrieden. Er entstand um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen.

Mit dem März-Datum erhielt der Tag auch einen revolutionären Charakter, weil er an die Märzrevolution von 1848 und die Pariser Commune von 1871 erinnerte. Solch umstürzlerische Gedanken sind dem Frauentag heutzutage vor allem in unseren Breiten eher fremd, obwohl auch bei uns die volle Gleichberechtigung auf vielen Gebieten noch nicht erreicht ist.

Es ist nur zu erinnern an die ungleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit (laut Petra Hudler in ihrer Begrüßung 23 Prozent) und an die Nicht-Einhaltung von Menschenrechten besonders gegenüber Frauen. Bei der Veranstaltung in Hückelhoven, vorbereitet von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Hückelhoven, Petra Hudler, und der Frauengemeinschaft der Pfarrgemeinde St. Lambertus, ersetzten Humor und Satire die Revolution.

Bei Sibylle Clement und Gabi Weber-Körner wurden die Elemente des Kabaretts noch dadurch verstärkt, dass die eine ihre rheinische Frohnatur einbrachte und die andere ihr schwäbisches Gemüt. Unter der Überschrift „Fit für den Arbeitsmarkt!?” nahmen Frau Kokoschinski und Frau Schräuble die unterschiedlichsten Themen auf ihre satirischen Hörner.

Dabei ging es um Callcenter (Wie verkauft man Dessous und Stütz-strümpfe in Übergröße?) und Mindestlöhne, Jugendsprache und Probleme der Partnerfindung („Wo lernt man als Rentnerin Kerle kennen? Nur auf dem Friedhof.”), Drückerkolonnen und Jugendsprache, Schönheits-Ops und Kassiererinnen im Supermarkt (Fristlose Entlassung wegen 1,31 Euro) und manches mehr.

Nach zwei Stunden witziger, frecher und amüsanter Unterhaltung und nach viel Beifall bedankte sich Marita Bürger, die Vorsitzende der Lambertus-Frauen, mit zwei Primel-Töpfchen: Dieses Dankeschön sei so bescheiden ausgefallen, weil der Erlös des Abends aus dem Getränke-Verkauf dem Frauenhaus des Kreises Heinsberg zugute komme. (Das kann sich jetzt über 185 Euro freuen.) Die Zugabe über „gekonnten” Telefonsex von und mit Ilonka und Chantal trieb dem Publikum noch einmal die Lachtränen in die Augen.
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