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„Eine mörderische Schinderei”: Kartoffelsackrennen in Uevekoven

Von: hewi
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Ein tolles Spektakel: Das Kartoffelsackrennen in Uevekoven. Foto: Koenigs

Wegberg-Uevekoven. Bereits zum fünften Mal hat am Samstag das Uevekovener Kartoffelsackrennen stattgefunden. Was vor rund 30 Jahren aus einer Bierlaune heraus als Wette geboren wurde, hat sich zwischenzeitlich zum weltweit wahrscheinlich einigen Extremsport-Event entwickelt.

Dementsprechend war das Interesse der Medien groß: Neben einem Radioteam hatten auch zwei Fernsehteams den Weg nach Uevekoven gefunden, um live vom Kartoffelrennen zu berichten. Erstmals konnte es sich in diesem Jahr mit dem Prädikat „international” schmücken, denn auch aus den Niederlanden waren Sportfreunde angereist, um die rund 450 Meter über die Barbarastraße von der Kapelle bis zum Vereinsheim der „Sportfreunde Uevekoven” schnellstmöglich zurückzulegen.

Rund 50 Sportler gingen in den Klassen Herren, Damen und erstmals auch Staffel an den Start. Die Damen hatten natürlich einen Vorteil, mussten sie doch nur einen halben Zentner schultern und zum Sportplatz bringen. Bei den Herren bis 60 Jahren blieb es beim Zentner. Und der kann, so wussten einige Veteranen dieses Sports zu berichten, auf der Strecke ziemlich schwer werden. „Auf den letzten Metern bekommt man schon ziemlich weiche Knie”, wusste Rennveteran und Mitorganisator Nico Sauerland zu berichten.

Der Überraschungssieger des Tages war am Ende kein Lokalmatador. Der Granterather Patrick Jäger setzte sich bei den Herren mit einer Minute und 38 Sekunden gegen Jürgen Schmitz (Uevekoven) und Phillip Küppers (Wegberg) durch. In der Staffel siegte Jäger gemeinsam mit seinem Bruder Kevin. Bei den Damen konnte sich Dorothea Schotten mit zwei Minuten und 31 Sekunden gegen ihre beiden Mitbewerberinnen durchsetzen.

Beim Kartoffelrennen handelt es sich um einen sogenannten Wintersport. Einmal, vor fünf Jahren, war man im Sommer bei rund 30 Grad an den Start gegangen. „Das war eine mörderische Schinderei”, erinnert sich Sauerland. Die Regeln sind ganz einfach: Der Sack darf vom Start bis zum Ziel den Boden nicht berühren. Geschieht dies doch, ist der entsprechende Athlet disqualifiziert.

Entlang der Strecke über die Barbarastraße standen Streckenposten bereit, um die Extremsportler jederzeit mit Bier oder Appelkorn versorgen zu können. Ein Zeitnehmer begleitete die Läufer über die gesamte Stecke mit dem Rad. Am Sportplatz „En de Meer„ erwartete Teilnehmer wie Zuschauer nach dem Rennen eine Kartoffelparty mit Musik, Reibekuchen und kühlen Getränken.
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