Wegberg - Eine Mission unter besonderem Schutz des Paten

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Eine Mission unter besonderem Schutz des Paten

Von: hewi
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Annemarie Bork vom Maximilian-
Annemarie Bork vom Maximilian-Kolbe-Gymnasium Wegberg erhielt ein Stipendium für einen einjährigen Aufenthalt in den USA. Mit ihr freuen sich Schulleiter Willy Mersmann und Bundestagsabgeordneter Thomas Rachel. Foto: Koenigs

Wegberg. Derzeit halten sich Vorfreude und Angst die Waage bei Annemarie Bork. Die 16-Jährige startet nämlich am 11. August zum ersten großen Abenteuer ihres Lebens: zehn Monate in den USA, fern der Heimat und der Familie.

Beworben hat sich Annemarie auf eigene Initiative beim Parlamentarischen Partnerschaftsprogramm (PPP) des Bundestages. Das PPP arbeitet eng mit dem amerikanischen Kongress zusammen und vergibt jedes Jahr pro Wahlbezirk, der durch einen Parlamentarier vertreten wird, ein zehnmonatiges Stipendium für einen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten.

Im Gegenzug kommen auch jedes Jahr amerikanische Schüler nach Deutschland, unter anderem auch in den Kreis Heinsberg. Das Austauschprogramm dient der Völkerverständigung und der Überwindung von inneren Grenzen.

Die Nervosität steigt

„Je näher der Abflugtermin rückt, desto aufgeregter werde ich”, erklärt die Zehntklässlerin. Erschwerend hinzu kommt, dass sie noch nicht einmal weiß, wohin es sie in den USA verschlagen wird. Nur, dass es im sogenannten „Horizon-District” sein wird, ist schon sicher. Der umfasst jedoch 16 Bundesstaaten, darunter auch Alaska. „In eine Großstadt werden wir wohl nicht geschickt”, vermutet die 16-Jährige. „Das wäre wohl zu gefährlich.” Immerhin, so versicherte ihr Pate, der Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel, stehe sie durch den offiziellen Charakter ihrer Mission schon „unter einem besonderen Schutz”. Als letzte Instanz würde sich Rachel persönlich darum kümmern, dass ihr nicht passiert.

Treffen mit dem Patenkind

Bei einem Besuch im Maximilian-Kolbe-Gymnasium lernte der Bundestagsabgeordnete sein Patenkind persönlich kennen. Er selbst war diesmal nicht für die Auswahl des Stipendiaten zuständig, denn er hat auch diese Verpflichtung von Leo Dautzenberg übernommen, der den Kreis Heinsberg bis vor Kurzem noch im Bundestag vertreten hat.

Derzeit nimmt Rachel, der für den Nachbarkreis Düren im Bundestag sitzt, kommissarisch Dautzenbergs Aufgaben wahr. „Die Patenschaft für das Stipendium habe ich gerne übernommen, denn ich bin mir sicher, dass die Zeit in den USA Annemarie verändern wird”, betonte er bei dem Treffen im Maximilian-Kolbe. Wichtig sei dabei auch der familiäre Anschluss der Schüler. Er betonte, dass bei vielen Schülern, die mit dem PPP in die USA gereist sind, der Aufenthalt ihre Lebens- und Studienplanung beeinflusst habe.

In der Elften zählt jeder Punkt

Der Aufenthalt wird rund 11.000 Euro kosten, die vom PPP übernommen werden. Eines weiß Annemarie schon heute: Wenn sie im nächsten Jahr zurückkommt, wird sie die elfte Klasse am Maximilian-Kolbe wiederholen müssen. „Ab der Elften bereiten sich die Schüler auf das Abitur vor”, betonte Schulleiter Willi Meersmann. „Dann zählt jeder Punkt.” Aber das ist es Annemarie Bork auf jeden Fall wert.
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