Gangelt - Ein wenig geht es nun schneller

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Ein wenig geht es nun schneller

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Gerd Schütz, Stephan Pusch, B
Gerd Schütz, Stephan Pusch, Bernhard Tholen und Herbert Corsten (v.l.) hatten ganz schön schwer zu tragen, als sie den zweiten Bauabschnitt für die B56n freigaben. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Das zweite Teilstück der neuen Bundesstraße 56 (B 56 n) für den Bereich zwischen Gangelt-Vinteln in Richtung Selfkant und Niederlande ist am Freitagnachmittag für den Verkehr freigegeben worden.

Das Ende Oktober 2008 begonnene Teilstück hat eine Länge von 4,2 Kilometern, fünf Brückenbauwerke und einen Bachdurchlass in Höhe von Hastenrath. Der erste Bauschnitt von den Niederlanden bis zur L 410 ist sechs Kilometer lang und hat neun Brücken, der letzte wird acht Kilometer lang sein und zehn Brücken haben. Die Gesamtkosten, Grunderwerb und Bau, belaufen sich auf rund 85 Millionen Euro.

Rainer Gies, Regierungsbauamtsrat und Leiter der Straßenmeisterei Heinsberg, Imke Halbauer, Abteilungsleiterin beim Landesbetrieb Straßenbau, Landrat Stephan Pusch, die Bürgermeister Bernhard Tholen (Gangelt) und Herbert Corsten (Selfkant) sowie Gangelts Ortsvorsteher Gerd Schütz sahen, dass es sich Josef Nießen, Kreisoberrechtsrat, nicht nehmen ließ, ein letztes Mal von Höngen kommend einsam das bis dahin nicht freigegeben Teilstück zu befahren.

Gerd Schütz sagte, worauf sich viele andere Autofahrer auch schon lange freuen: „Die Fahrzeit zum Flugplatz nach Maastricht verkürzt sich für mich und weitere sieben in Gangelt wohnende Mitarbeiter der Deutschen Flugsicherung um rund 30 Minuten.”

Bis sich allerdings die Fahrzeit zum Flughafen nach Düsseldorf endlich verkürzen wird, müssen sich die Bewohner der Region mindestens noch bis 2016 gedulden. Denn für den letzten und längsten Bauabschnitt, den Bereich zwischen Vinteln und „Jansses Mattes”, ist eine Bauzeit von rund vier Jahren vorgesehen. Der Beginn wurde von Imke Halbauer für Anfang 2012 angekündigt.

Auch Landrat Pusch sprach davon, dass der letzte Bauabschnitt nun „zügig angegangen” werden müsse, um „den Druck aus den Orten” zu nehmen. Das zweite Teilstück ist nur für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen freigegeben. Das heißt, ab Höngen müssen, wie bisher auch, Lkw durch Gangelter Orte ihren Weg fortsetzen. „Ich bedauere die Gangelter”, meinte Selfkants Bürgermeister Herbert Corsten mit Blick darauf, dass es wohl noch fünf Jahre dauert, ehe auch Gangelt deutlich entlastet werde.

Im Selfkant sei man „einigermaßen zufrieden” mit der Verkehrssituation der B 56 n, die den Anschluss an die Niederlande bietet. Kreisoberrechtsrat Josef Nießen erläuterte, dass eines gewisse Entlastung schon zu erwarten sei, wenn die Ortsumgehungen Vinteln und Gangelt fertig seien. 2012 werde hier vermutlich Baurecht geschaffen.

Die EK 3, Ortsumgehung Birgden, werde allerdings noch etwas länger dauern.
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