Ein Rattern und Knattern aus allen Ecken

Von: hewi
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Wer in einem Automobil unterwegs ist, sieht die Oldtimer meist nur im Rückspiegel. Foto: Dahmen

Erkelenz-Katzem. Die 13. Vatertags-Rallye zog Bastler, Kenner, Besitzer und Bewunderer der Oldtimer nach Katzem. Ab 8 Uhr erfüllte ein normalerweise ungewohntes Knattern und Brummen die Katzemer Straßen, als die ersten Teilnehmer am Bürgersaal eintrudelten.

Ihre „antiken” Gefährte wurden am Rainer-Langen-Weg und am angrenzenden Knorspfad in Reih und Glied aufgestellt. Denn natürlich ziehen die Schnauferl aus alten Zeiten immer ihr Publikum an. Und es gab ja auch eine Menge zu bestaunen. Rund 130 Meldungen waren bei den Organisatoren eingegangen. Veranstalter der Leistungsschau hiesiger Oldtimer ist die Katzemer Vereinsgemeinschaft unter der Federführung der Freiwilligen Feuerwehr und der KG Katzeköpp. Die Teilnehmer stammten aus der gesamten Region und den benachbarten Niederlanden.

Bei den Zweirädern war die Marke MZ aus der ehemaligen DDR stark vertreten. Die volkseigenen Zweiräder mit oder ohne Beiwagen erfreuen sich äußerster Langlebigkeit und sind aufgrund ihres Zweitaktmotors nahezu unverwüstlich. Ältester Feuerbesen war eine BMW R 42 aus dem Jahr 1926, mit der Kölner Heinz-Dieter Dillmann angereist war, um an der Rallye teilzunehmen.

Motorrad-Raritäten waren aber auch die NSU Lux aus dem Jahr 1951 und die gleichalte Viktoria KR 25. Die Nimbus 2 aus dem Jahr 1950 ließ vor allem die jungen Besucher aufhorchen und gleich an den Romanhelden Harry Potter denken, der bekanntlich auf einem Besen gleichen Namens reitet.

Bei den ausgestellten Prachtstückchen wurden einige Erinnerungen wach. Gerade das ältere Publikum konnte sich oftmals nur zu gut daran erinnern, selber einmal einen Capri, Käfer, 200er Mercedes oder Taunus gefahren zu haben. Oldtimer ist ein Gefährt, wenn es mindestens 25 Jahre auf dem motorisierten Buckel hat.

Zu bestaunen gab es aber auch die Fahrer der seltenen Motorräder und Autos. Die einen hatten sich stilecht in historisch anmutendes Leder geworfen, andere ihrem Auto entsprechend gekleidet. Schließlich passt zu einem alten Auto auch am besten ein altes Outfit. „Eigentlich braucht man sein Auto nur lange genug stehen zu lassen und zu warten, bis es ein Oldtimer ist”, erklärte ein Teilnehmer am Start scherzend. Mit seinem alten Mercedes hatte er es aber ganz anders gemacht.

Denn das Schrauben und Tüfteln gehört bei vielen Liebhabern der Oldtimer einfach dazu. Das Katzemer Karnevals-Urgestein Wolli Conen war von den klobig aussehenden Allradern aus dem Hause Steyr angetan. „Die habe ich früher repariert”, erklärte er und wusste noch mehr über das seltene Gefährt zu berichten. Viel erfahren konnten die Besucher auch am Start gegenüber dem Bürgersaal.

Denn dort wartete Damian Schüller zu jedem Starter mit ein paar Fakten auf. Baujahr, Geschichte des Fahrzeuges und derzeitiger Zustand wurden ebenso vorgestellt wie Fahrer und Beifahrer. Nach dem Start ging es auf den rund 120 Kilometer langen Kurs quer durch das Kreisgebiet und auch über die Grenze in die Niederlanden. Wer bei der Rallye am Ende die Nase vorne hatte, war angesichts der vielen interessanten Fahrzeuge Nebensache. Immerhin kamen die Teilnehmer alle unbeschadet wieder in Katzem an.
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