Kreis Heinsberg - Ein perfekter Auftakt ins Konzertjahr zu Mozarts Geburtstag

Ein perfekter Auftakt ins Konzertjahr zu Mozarts Geburtstag

Von: hl
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Kreis Heinsberg. Mit einem gelungenen Kammerkonzert startete der Verein con brio – Freunde der Kammermusik Hückelhoven in Zusammenarbeit mit der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg in das neue Jahr.

Das Klavierquartett Rivinius & Friends spielte in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums Werke von Frank Bridge, Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann. Paul Rivinius (Klavier), Anne Schönholtz (Geige), Nicola Birkhan (Viola) und Sissy Schmidthuber (Cello) zeigten auf eindrucksvolle Weise, dass in der Musikliteratur das Kammerkonzert zu Unrecht eine eher unbedeutende Rolle spielt.

„Rivinius & Friends“ sind kein festes Ensemble. Aus bestimmten Anlässen finden sich die Musiker zusammen, die bei Münchener Orchestern engagiert sind. Die vier in Hückelhoven sind allesamt Spitzenkönner auf ihren Instrumenten und mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Dass ihr Konzert zu Mozarts Geburtstag stattfand, gab der Veranstaltung einen besonderen Reiz. Und ein weiterer Charme bestand darin, dass sich niemand bei Solopassagen oder auch sonst hervortat und immer das Gemeinsame im Vordergrund stand.

Das Konzert begann mit der Phantasy in fis-moll von Frank Bridge (1849 bis 1941), der zu den bedeutendsten englischen Komponisten seiner Zeit gehört und die Tradition eines Henry Purcell (1658 bis 1695) wieder aufnimmt und Lehrer von Benjamin Britten (1913 bis 1976) war. In dieser Fantasie wechseln sich geschickt ab englische Volksmusik und ein Hang zur Romantik.

Beim Klavierquartett g-moll KV 478 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) sind die vier Instrumente in ständigem Dialog. Abwechselnd übernimmt in den vier Sätzen das eine oder andere die Führung, um dann wieder zu einem Gesamtklang zu finden, der sinfonische Züge trägt. Und das Ganze wechselt zwischen Dramatik und Innigkeit.

Nach der Pause folgte dann das Klavierquartett Es-Dur op. 47 von Robert Schumann (1810 bis 1856), dem tragischen Dichtermusiker, der in seinen Werken auch die zwei Seelen in seiner Brust zum Klingen bringt, so dass die Zuhörer sozusagen hin- und hergerissen werden zwischen Impulsivität und Versonnenheit, Fast-Raserei und Schwärmerei.

Wie auch schon vorher glänzten die einzelnen Musiker durch virtuose Beherrschung ihrer Instrumente, die aber immer im Dienst des Ganzen standen.Der Beifall am Ende wollte gar nicht aufhören.

Es gab natürlich Blumen für die vier Musiker und eine Zugabe: Das Larghetto aus dem Klavierquartett Es-Dur KV 493. Und mancher mag ganz am Ende bedauert haben, dass Mozart nur zwei Klavierkonzerte geschrieben hat. Jedenfalls war dieses Konzert ein schönes Geburtstagsgeschenk.

Der Verein con brio bietet übrigens ein Abonnement an, wodurch die Preise für die im Jahr 2013 noch ausstehenden Konzerte ermäßigt werden.

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