Kreis Heinsberg - Ein Loblied auf die Unternehmerfrauen

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Ein Loblied auf die Unternehmerfrauen

Von: g.s.
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Viel Spaß schon beim Willkomm
Viel Spaß schon beim Willkommen: Auch der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Michael Vondenhoff, gratulierte den Unternehmer-Frauen im Handwerk zum runden Geburtstag. Foto: G. Schmitz

Kreis Heinsberg. Über den Roten Teppich wurden die Gäste von Butlerin Caroline von Beerensberg alias Komödiantin Ulla Dordel in die Gute Stube der Stadt Geilenkirchen geleitet und schließlich von der UFH-Vorsitzenden Andrea Siebert-Kortyka mit einem freundlichem Lächeln empfangen.

Grund für den „Auflauf” von zahlreichen Besuchern, darunter auch Bürgermeister aus dem Kreis, war das 20-jährige Bestehen des Arbeitskreises Unternehmer-Frauen im Handwerk Heinsberg-Jülich (UFH), das im Haus Basten gebührend gefeiert wurde.

Während „Ulknudel” Ulla Dordel jedem die Flusen vom Revers bürstete und die Servicedamen des Bauchemer Hallenbadtreffs die Ankömmlinge mit einem Glas Sekt begrüßten, konnten sich die Gäste schon vor dem offiziellen Teil der Feier der Kommunikation widmen. Elena Kelzenberg aus Jülich untermalte da bereits das Fest mit Klaviermusik, sollte aber im weiteren Verlauf auch verschiedene klassische Komponisten „zu Ton kommen lassen”.

„Mehr Wissen macht stark”, lautete ein weithin sichtbarer Slogan der Unternehmerinnen - und der wurde in mehreren Ansprachen immer wieder hervorgehoben. „Früher sprach man von der mitarbeitenden Ehefrau - heute sprechen wir von der Mitunternehmerin, Kopilotin oder Managerin im Handwerk”, stellte UFH-Vorsitzende Andrea Siebert-Kortyka gleich zu Beginn ihrer Rede heraus. Sie hob die enge Verbundenheit zur Kreishandwerkerschaft hervor: „Es ist ein Geschenk, dass wir diese Zusammenarbeit leben dürfen.” In rauen Zeiten spüre der Mensch, wie gut es sei, in einem Familienunternehmen zu arbeiten, denn da sei der Mensch noch Mensch. Mitarbeiter würden als wertvolles Kapital gesehen. „Gerade die Frauen in Handwerksbetrieben achten auf die Mitarbeiter, sorgen sich, wenn es private Probleme gibt, und oftmals begleiten sie bei der Suche nach Lösungen”, sagte Siebert-Kortyka. Bei Unstimmigkeiten erwiesen sich Frauen als Puffer, oft würden sie auch die Wogen glätten.

Thomas Fiedler sehr beeindruckt

„Ich bin der Meinung, dass gerade die gut abgewogene Präsenz beider Geschlechter ein Unternehmen nach vorne bringt”, meldete sich Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler zu Wort. Denn noch seien Mädchen und Frauen in vermeintlichen Männerberufen viel zu selten anzutreffen. Die Gesellschaft solle sich nicht von Geschlechterstereotypen leiten lassen, sondern die Fähigkeiten und Kenntnisse von Frauen erkennen und schätzen. Fiedler zeigte sich sehr beeindruckt, dass die Frauen in der UFH seit 20 Jahren ein erfolgreiches Netzwerk führten. Fiedler: „Unsere Wirtschaftsregion kann stolz sein auf die Leistung von Frauen in Unternehmen, auch wenn der Weg zur wirklich paritätischen Entfaltung der Frauen im Wirtschaftsleben noch lang ist.”

Auch der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Heinsberg, Dr. Michael Vondenhoff, gratulierte den UFH zu ihrem 20-jährigen Bestehen. „Es ist den Unternehmer-Frauen sehr erfolgreich gelungen, die dringend notwendige Veränderung im Rollenverständnis der Frau in der Arbeitswelt und insbesondere im Handwerk zu bewirken und ihr Ansehen weiter zu stärken”, so Vondenhoff. Zwischenzeitlich schwinge in jedem fünften Familienunternehmen in Deutschland bereits eine Frau das Zepter - Tendenz steigend. Heute seien 39 Frauen Mitglied bei den UFH Heinsberg-Jülich - und diese kämen aus den verschiedensten Gewerken. Dem Motto „Von der mitarbeitenden Ehefrau zur Mitunternehmerin” schließe er sich gerne an.

Die stellvertretende Geschäftsführerin der Handwerkskammer Aachen, Nicole Tomys, und die Vorsitzende der UFH Nordrhein-Westfalen, Tatjana Lanvermann, richteten ebenfalls Grußworte an die Frauen, bevor José Flume aus Lünen (Westfalen) in einem Vortrag das Motto präzisierte.
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