Ein Jahr Erfahrungen in Amerika sammeln

Von: agsb
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„Da so ungefähr geht es hin”: CDU-Bundestagsabgeordneter Leo Dautzenberg und Anne Berger zeigten auf die Karte. Rechts im Bild: Georg Vonhasselt, der nach seinem USA-Aufenthalt ein positives Fazit zog. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Im Wahlkreisbüro des CDU-Bundestagsabgeordneten Leo Dautzenberg in Heinsberg lauschte die 16-jährige Anne Berger gespannt den Ausführungen des 18-jährigen Georg Vonhasselt. Der Schüler vom Gymnasium St. Ursula in Geilenkirchen beendete kürzlich seinen einjährigen USA-Aufenthalt und zog ein sehr positives Fazit.

Im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) wird Anne Berger bald nach Amerika abreisen.

Im ländlichen Bereich der Stadt Dothan im Bundesstaat Alabama lebte der junge Mann bei einer Familie mitten in einer großen Erdnussfarm. Der Briefkasten war vier Kilometer entfernt, mit dem Auto wurde die Post geholt. Zur Schule waren es zum Glück auch nur rund vier Kilometer. „Mit dem Fahrrad bin ich nicht gefahren, denn man kennt hier keine Radfahrer und dies wäre lebensgefährlich bei der Fahrweise der Amerikaner gewesen”, berichtete Georg Vonhasselt lachend.

„In der Familie bin ich super aufgenommen worden”, war der Schüler froh. Der Übach-Palenberger war erstaunt über den Ablauf der Schulstunden. „In den staatlichen Schulen erzählt der Lehrer und erzählt, nachgefragt wird nicht und es wird nur auswendig gepaukt. Keiner soll sitzen bleiben, die Lehrer werden hier im Schulsystem Alabamas nach diesen Kriterien bewertet.” Sport werde in den Schulen sehr groß geschrieben und gefördert. Vom Geschehen in Deutschland erhielt der Schüler über Fernsehen und Zeitung kaum Informationen. „Die TV-Sender haben fast gar keine Auslandsberichterstattungen wie auch die Tageszeitungen”, wunderte sich der Schüler deshalb auch nicht, dass die Einwohner besonders in ländlichen Gegenden kaum etwas von der übrigen Welt mitbekommen.

Anne Berger vom Maximilian-Kolbe-Gymnasium in Wegberg beginnt am 13. August ihr großes Abenteuer, hat einen Ort in der Nähe von Detroit (Michigan) als Ziel. „Ich freue mich riesig”, so die junge Dame. Die Sprache weiter verbessern, ein neues Land und neue Kultur kennenlernen - diese Motivation war mit ausschlaggebend für die Bewerbung von Anne Berger. In Gesprächen mit einstigen Austauschschülern und Vertrauenslehrer sah sie sich gestärkt und schaffte am Ende den kleinen Bewerbungsmarathon. Angst habe sie keine, sie mache sich jedoch ein wenig Sorgen um ihre jüngere, zwölfjährige Schwester. „Ich bin die große Schwester und ich glaube, sie realisiert meine Abwesenheit von einem Jahr noch nicht.”

Dautzenberg betonte die Bedeutung des Austauschprogramms zwischen dem Bundestag und dem US-Kongress. „Bei den Schülern ist die Bewerbungszahl groß, bei den Auszubildenden oder jungen Berufstätigen bis zum 23. Lebensjahr ist das Interesse an einem Austausch geringer”, würde er sich über Bewerbungen freuen. Sie sind für 2010 noch bis 4.September möglich. Infos sind im Wahlkreisbüro unter 02452/101772 zu erhalten.
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