Erkelenz - Ein „intensiver und ehrlicher Kontakt” im Hospiz

Ein „intensiver und ehrlicher Kontakt” im Hospiz

Von: syn
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Erkelenz. Das Hospiz der Hermann-Josef-Stiftung nahm vor zehn Jahren seine Arbeit auf. Seitdem hatte es 1183 Bewohner.

Ein Begriff, der zuerst seltsam klingen mag, handelt es sich doch zumeist um Menschen, die am Ende ihres Lebens angekommen sind. Nur zehn Prozent verlassen das Hospiz, um zu Hause weiterversorgt zu werden oder im Kreise ihrer Angehörigen zu sterben.

Durchschnittlich bleiben die Bewohner 19 Tage, erläutert die Leiterin Ulrike Clahsen. Mit ihrem 18-köpfigen Team betreut sie bis zu elf Bewohner. „Der Kontakt zu den Bewohnern ist intensiv und ehrlich”, betont Clahsen.

Erforderlich sei, mit dem Thema Sterben offen umzugehen, um es zu akzeptieren. Deshalb stehen die Mitarbeiter auch den Angehörigen beratend zur Seite. „Es ist wichtig, auf die Nöte und Sorgen der Bewohner und ihrer Angehörigen einzugehen”, erläutert sie. Denn die Begleitung auf dem Sterbeweg müsse auch angenommen werden.

Die Arbeit stellt eine psychische Belastung für die Mitarbeiter dar. Trotzdem sind neun der 18 Mitarbeiter seit der ersten Stunde dabei. Da man sich intensiv mit den Patienten auseinandersetzen kann, sei es eine befriedigende Arbeit, so Clahsen. Und die Arbeit wird anerkannt.

Die Akzeptanz in der Bevölkerung sei groß, betont die Fachkrankenschwester. Die Finanzierung des Hospizes ist sicher. Zehn Prozent des jährlichen Budgets in Höhe von rund 900.000 Euro muss das Hospiz jedoch selber durch Spenden aufbringen. Auch da ist das Engagement beachtlich. Nicht nur die jährliche Tour de Jumelage tritt zugunsten des Hospizes an. Auch die Baaler Rocknacht verschafft der Einrichtung regelmäßig beachtliche Spenden. Dazu kommen die vielen Spenden aus der Bevölkerung.
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