Wassenberg - Ein grauer Bau gegen grauen Lernalltag

Ein grauer Bau gegen grauen Lernalltag

Von: Petra Wolters
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Erika Wilms und Jolanta Frenken (von rechts) sind im neuen Selbstlernzentrum für die Schülerinnen und Schüler da, hier zusammen mit Dr. Karin Hilgers (2.v.l.) . Foto: Petra Wolters

Wassenberg. Ganz in Grau präsentiert sich das neue Selbstlernzentrum der Betty-Reis-Gesamtschule mitten auf dem Schulgelände: außen in dunklem Klinker, innen in heller Möblierung. Im Rahmen einer Feierstunde hat die Schule das neue Gebäude, für das rund 450.000 Euro investiert wurden und das nach elf Monaten Bauzeit über eine Nutzfläche von rund 230 Quadratmetern verfügt, offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Wer es betritt, findet links die neue Bibliothek, in der die beiden bestehenden Büchereien zusammengeführt wurden, in der Mitte eine Informationstheke und 30 Lesearbeitsplätze sowie weiter nach rechts zwölf Computer mit weiteren Arbeitsplätzen für je zwei Schüler.

„Der Name sagt es schon, die Schüler sollen hier selbst lernen können”, betonte Dr. Karin Hilgers als stellvertretende Schulleiterin in ihrer Rede zur Eröffnung, zu der sie neben Vertretern aus Politik und Verwaltung auch zahlreiche Kollegen sowie Vertreter von Schülern und Eltern begrüßen konnte. „Es steht im Zentrum unseres Campus, und es soll zu einem Zentrum werden, in dem man lernen, recherchieren, arbeiten und leben kann”, sagte sie. Besonders begrüßte sie ihren Vorgänger Sepp Becker, der die Idee zu der Einrichtung hatte und ein Vorbild in der Partnerschule, dem St. Janscollege im niederländischen Hoensbroek, fand. Ein Wort des Lobes gab es zudem für Hausmeister Guido Wienen, der sich sogar bei der Einrichtung der neuen Computer engagiert habe, so Hilgers.

Die Aufgaben der Schule würden immer vielfältiger und anspruchsvoller, betonte Bürgermeister Manfred Winkens. Wichtig sei dabei vor allem die Vermittlung der Fähigkeit, lernen zu können. „Der pädagogische Auftrag der individuellen Förderung ist hier innovativ umgesetzt”, lobte er die neue Einrichtung, die sowohl das gute alte Buch als auch modernste Technik bietet. Der Neubau hebe sich ab und passe sich dennoch in das Ensemble der Schulgebäude ein, „eine wirklich gelungene Lösung!”

Die Zeiten, als das Wissen quasi per Trichter in ein Gefäß gefüllt wurde, seien vorbei, ebenfalls die des Angebots leicht verdaulicher Häppchen, erklärte Bernward Gilles, Dezernent der Bezirksregierung Köln. Das Wissen würde sich heute alle 15 Jahre verdoppeln. „Schüler müssen daher lernen zu lernen, damit sie lebenslang lernen können. Sie müssen sich ganz allein ohne Hilfe durch die Welt arbeiten können.”

Abschließend bedankten sich die Wassenberger Architekten Jens Cohnen und Dirk Cordes mit Blumen bei der stellvertretenden Schulleiterin für die gute Zusammenarbeit. „Es hat Riesenspaß gemacht!”, erklärte Cordes. Sowohl der Kosten- als auch der Zeitrahmen für das Projekt seien unterschritten worden, hatte sein Kollege Cohnen zuvor betont.

Zum kulturellen Rahmen der Eröffnung trugen der Chor der Klasse 6.1 unter der Leitung von Claudia Taube bei, die Lehrer Peter Klinkertz und Rolf Dinslage mit einer modernen Version von Goethes Zauberlehrling sowie Thomas Peitz (Keyboard), Jens Büschgens und Kevin Hoffmann (Gitarre) aus dem Musikkurs der Jahrgangsstufe 12 mit einer eigenen Komposition.
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