Ein gestreiftes Mützchen für die Junggesellen

Von: agsb
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Heinsberg. Im August stehen beim FC Heinsberg-Lieck die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Vereins an.

Am 13. und 14. August finden als Höhepunkte ein Festabend und ein Open-Air-Konzert auf dem Burgberg im Schatten des Heinsberger Doms statt. Schirmherr der ist Heinsberg Bürgermeister Wolfgang Dieder.

Der heutige Verein 1. FC Heinsberg-Lieck entstand 1973 durch die Fusion der beiden Vereine Alemannia Heinsberg und Germania Lieck. Da beide Ursprungsvereine im Jahre 1910 gegründet wurden, führte der Verein auch offiziell das „Geburtsdatum” im Vereinsnamen „1. FC 1910 Heinsberg-Lieck”.

Die Alemannia aus Heinsberg wurde in der heute noch bekannten Gaststätte „Haus Jöris” in Heinsberg gegründet. Als erster Vorsitzender wurde damals Gottfried Becker gewählt. Eine Wiese am „Clause-Quellke” in der Nähe des Schlangenkapellchens diente als Spielfeld.

Schon bald schloss man sich dem Westdeutschen Fußballverband an, spielte in der 1. Gauklasse. Die Vereinsfarben waren Rot und Weiß, die Farben der Stadt Heinsberg.

Später verlegte man die Sportstätte in den Norden der Stadt, wo ein „richtiger” Sportplatz angelegt worden war.

Große Lücken durch den Krieg

Die Weltkriege hinterließen große Lücken in den Reihen der Sportler, deshalb spielte der Verein in diesen Jahren in den Kreisklassen.

Viel Wert wurde schon früh auf eine gute Jugendarbeit gelegt: So konnte man bald Mannschaften in verschiedenen Altersklassen stellen. Nach langen Jahren in der 2. und 3. Kreisklasse gelang im Fusionsjahr 1973 der lang ersehnte Wiederaufstieg zur 1. Kreisklasse.

Ebenfalls im Jahr 1910 gesellten sich in Lieck einige Junggesellen und Freunde aus der Heinsberger Korbflechterschule zusammen, gründeten in der Gaststätte Tillmanns den Spielverein Germania Lieck.

Zum ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung Johann Randerath. Die erste Tracht bestand aus einem gestreiften rot-schwarzem Trikot und einem ebenso gestreiften Mützchen.

Auf einer Wiese an „Klauser Berg” hinter dem Klosterhof in Lieck wurden die ersten Spiele ausgetragen. Das erste Vereinsspiel gegen Schafhausen wurde mit 1:4 verloren.

Eigener Verein für die Turner

Im Verein wurde eine Turnabteilung gegründet, zwei Jahre später gründeten die Turner selbst einen eigenen Verein. Die Fußballmannschaft entwickelte sich schnell zu einer spielstarken Truppe, der Verein schloss sich ebenfalls dem Westdeutschen Fußballverband an.

In den folgenden Jahren teilte man sich zeitweise den Platz in Kirchhoven mit dem ebenso 1910 dort gegründeten Verein SSV Blau-Weiß.

In den Folgejahren spielte man wie Heinsberg in der Kreisklasse, der Aufbau der Jugendarbeit wurde forciert. Im Jahr 1961 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse, die Freude dauerte jedoch nur eine Spielzeit. Erst im Jahre 1968 gelang dann der nereliche Aufstieg in die Bezirksklasse.
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