Heinsberg-Karken - Ein geistlicher Pionier geht in den Ruhestand

Ein geistlicher Pionier geht in den Ruhestand

Von: Petra Wolters
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Bei seinem Abschied in Karken wurde Pastoralreferent Robert Knur (2.v.l.) begleitet von Michael Richardy aus dem Generalvikariat und Pfarrer Arnold Houf (v.r.) sowie von Pfarrer Dieter Wintz (l.) und von seinem Enkelkind Yannik. Foto: Petra Wolters

Heinsberg-Karken. Nach fast 34 Jahren im Dienst der katholischen Kirche, zuletzt in den „drei K-Gemeinden” Karken, Kempen und Kirchhoven, hat sich Pastoralreferent Robert Knur im Rahmen eines Wortgottesdienstes in der Pfarrkirche St. Severinus in Karken in den Ruhestand verabschiedet, genauer gesagt in die Freistellungsphase seiner Altersteilzeit.

Daran nahmen auch Ortspfarrer Arnold Houf und Dieter Wintz, ehemaliger Pfarrer von St. Johannes der Täufer in Ratheim, teil. In Ratheim hatte Knur seine Arbeit für die Region Heinsberg begonnen. Michael Richardy, im Generalvikariat des Bistums Aachen Beauftragter für die Pastoralassistenten und -referenten, verlas im Verlauf des Gottesdienstes ein Dankschreiben von Bischof Heinrich Mussinghoff an Knur.

„Immer war es Ihnen ein Anliegen, den Menschen Gott in Wort und Tat nahe zu bringen”, hieß es darin. „Mit großer Bereitschaft, aber auch mit Besonnenheit, Realitätssinn und gesunder Bodenständigkeit haben Sie Ihren Dienst als Pastoralreferent gestaltet. Dabei wurde Ihre Arbeit durch das Zeugnis Ihres eigenen Glaubens getragen.” Mussinghoff schloss mit einem Dank „für Ihre Einsatzbereitschaft, Ihre Umsichtigkeit und Freude in Ihrem seelsorglichen Wirken.”

Zuvor hatte Richardy, ebenfalls im Rahmen des Bischofsbriefs, noch einmal die beruflichen Stationen von Knur Revue passieren lassen. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann holte er sein Abitur nach und studierte Theologie. Von 1976 bis 1979 war er Pastoralassistent in Ratheim. Knur gehörte damit einem der ersten Ausbildungskurse für Laien im pastoralen Dienst des Bistums Aachen an. Er habe die Pionierzeit der Etablierung des Berufs des Pastoralreferenten mit all den damit verbundenen Fragen und Problemen erlebt, hieß es dazu im Brief des Bischofs. „Sicherlich war auch der Schritt, einen zweiten Beruf zu erlernen, nicht immer einfach und hat Ihnen auch Mühe und Kraft abverlangt.”

Bestätigung

Durch die Bereicherung und Bestätigung im pastoralen Dienst an Menschen sei er jedoch dafür entschädigt worden. Von 1979 bis 1981 war Knur zunächst im Dekanat Mönchengladbach-West tätig. Dort habe er die schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass die Akzeptanz von Pastoralreferenten-Diensten in dieser Zeit nicht immer gegeben gewesen sei. Bis März 1997 war er dann im Dekanat Heinsberg-Oberbruch eingesetzt. Danach wechselte er in das Dekanat bzw. die heutige Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heinsberg-Waldfeucht.

Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Qualifizierung und Begleitung ehrenamtlich tätiger Menschen, die Konzeption und Begleitung der Sakramentenkatechese sowie die kirchliche Jugendarbeit und der Einsatz in der Schule. Von 2006 bis 2008 hatte er den Projektauftrag, die Zusammenarbeit und das Zusammenwachsten der Pfarrgemeinden in der GdG zu fördern.

An den Wortgottesdienst, der vom Karkener Kirchenchor musikalisch gestaltet wurde, schloss sich eine Feierstunde im Pfarrheim an.
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