Radarfallen Blitzen Freisteller

Ein Familienfest voller wunderbarer Emotionen

Letzte Aktualisierung:
Beim Konzert in Pskow: Die jun
Beim Konzert in Pskow: Die jungen deutschen und russischen Musiker begeisterten wieder das Publikum.

Kreis Heinsberg. Zehn Jahre währt nun das deutsch-russische Begegnungsprojekt mit (Rock-)Musik von der Rurtal-Schule Oberbruch, der Förderschule des Kreises Heinsberg mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, und ihrer Partnerschule, dem Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) im russischen Pskow schon - und ist kein bisschen müde!

Vor genau zehn Jahren machte sich die integrative Schülerband Rur-Rock von Rurtal-Schule und Hauptschule Oberbruch nach Pskow auf, um dort das erste Musikprojekt mit einem abschließenden Konzert mit den Freunden vom HPZ Pskow zu wagen. Niemand konnte damals ahnen, dass damit eine unglaubliche Erfolgsgeschichte für die „Rur-Rocker” begann, die bis heute anhält.

Die russischen Freunde hatten damals auch für die Namensänderung gesorgt - fortan hieß die Band „Rur-Rock - Wir zusammen”, hergeleitet aus dem russischen „MbI BMECTE - Wir (gehören) zusammen”. Nach dem umjubelten ersten Konzert für Frieden und Völkerverständigung in der Pskower Philharmonie am 25. Mai 2001 folgten dann für die deutsch-russische Schülerband „Rur-Rock - MbI BMECTE” aus Oberbruch und Pskow begeisternde Auftritte bei Großveranstaltungen in Moskau, St. Petersburg, Perm und natürlich in Pskow. Unvergessen ist auch das gemeinsame Konzert mit Rolf ­Zuckowski im Jahr 2005 in der ­Hückelhovener Aula.

Mit dem kleinen Jubiläum der Schülerband in Pskow schloss sich nun der Kreis. Botschaft und Leitbild des Begegnungsprojektes, „MbI BMECTE (Wir zusammen) - miteinander - füreinander”, mussten mit Leben gefüllt werden. Eine Woche probten die Schülerinnen und Schüler der Rurtal-Schule und der Hauptschule Oberbruch, des Heilpädagogischen Zentrums und vom College für Kunst und Kultur Pskow mit viel Leidenschaft und Einsatz für ihr großes Abschlusskonzert.

Aufgelockert wurde die Projektarbeit mit zwei „handgemachten” Auftritten für langzeit-kranke Kinder im Pskower Kinderkrankenhaus und im Heim für Jugendliche mit geistigen Behinderungen in Belskoje Ustje, 70 Kilometer von Pskow entfernt. Die Musiker schenkten mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit und ihren Aktionen zum Mitmachen und Mitsingen den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern viele glückliche Momente.

Bei aller Vorfreude auf das große Konzert war doch ein kleiner Wermutstropfen zu verkraften: Die Pskower Philharmonie mit ihren über 1000 Plätzen stand nach einem Brand nicht zur Verfügung. So musste die Projektband in den Theatersaal vom College für Kunst und Kultur mit 400 Plätzen ausweichen. „Von Klassik zum Rock” war das Motto des Programms vor dem großen Auftritt von „Rur-Rock - MbI BMECTE” mit Musikern und Musikerinnen des Sinfonieorchesters Pskow, dem Blasorchester der Jugendmusikschule und dem Mandolinenorchester vom College für Kunst und Kultur.

Mit „Back in the USSR” von den Beatles startete dann die deutsch-russische Band in ihr fast zweistündiges, stimmungsvolle Programm mit Rock-Klassikern wie „Rock around the clock”, „Eye of the tiger” oder „We will rock you”. Großen Jubel vom Publikum gab es während und nach dem Vortrag von „Wind of change” von den Scorpions, ein in Russland außergewöhnlich populärer Song. Nun erwies sich die Intimität des kleinen Theatersaals als großes Glück: Die Nähe von Publikum und Akteuren machte die Veranstaltung zu einem wahren Familienfest voller wunderbarer Emotionen. Ein nicht enden wollendes und euphorisches „Ma-la-dzi, Ma-la-dzi ? Ihr seid gut, Ihr seid gut!” des Publikums war wieder einmal der verdiente Lohn für die großartigen jungen Musiker aus Deutschland und Russland.

Am Ende einer erlebnisreichen Woche verabschiedeten sich die deutschen und russischen Freunde mit Wehmut (ein paar Tränchen waren auch dabei), aber auch mit neuen Plänen und einem optimistischen „Doswidanja” und „Auf Wiedersehen”.

Zur prachtvollen Stimmung in Pskow passte auch eine schöne Geste für den Schulleiter der Rurtal-Schule, Bernd Schleberger, der zum Ende des Schuljahres aus dem Schuldienst ausscheidet.

Die stellvertretende Gouverneurin der Region Pskow, das Oberhaupt der Stadt Pskow und der Schulleiter des Heilpädagogischen Zentrums Pskow „verabschiedeten” ihn in überaus feiner Weise in seinen neuen Lebensabschnitt als Ruheständler.

Augenzwinkernd machten sie ihm aber deutlich, dass damit nicht seine Verabschiedung aus seiner langjährigen Projektarbeit für Menschen mit Behinderungen in Pskow gemeint sei.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert