Ein Fahrradweg auf der alten Bahnstrecke Baal-Ratheim?

Von: Norbert F. Schuldei
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Dieser Radweg an der neu gesta
Dieser Radweg an der neu gestalteten An- und Abfahrt zum HC-Center Am Landabsatz ist noch so neu, dass er auch im ganz neuen Verkehrsentwicklungsplan nicht auftauchen wird. Foto: N. Schuldei

Hückelhoven. Für Autofahrer ist Hückelhoven ein Eldorado: Hier findet der motorisierte Zeitgenosse garantiert immer einen Parkplatz. Und zwar ohne den Besuch der Politesse befürchten zu müssen.

Um diese mehr als 2200 Abstellplätze wird Hückelhoven von anderen Städten beneidet. Wer nur auf zwei Rädern unterwegs ist, dem allerdings wird in und um die Stadt sehr viel weniger geboten. Sagen jedenfalls die Grünen.

„Viele Kommunen bauen ihre Innenstädte vor dem Hintergrund einer immer größer werdenden Zahl von Radfahrern fahrradgerecht aus; Hückelhoven hat hier Nachholbedarf”, schreibt deren Sprecherin Brigitte Brenner in einem Antrag an die Verwaltung. Und klagt Verbesserung ein.

Konkret fordert Brigitte Brenner für die Grünen im Hückelhovener Stadtrat die Möglichkeit zu prüfen, „einen Radweg auf der Trasse der ehemaligen Zechenbahn von der Einmündung Hilfarther Straße bis zur Schaufenberger Straße anzulegen”. Das hätte, kein Zweifel, Charme.

Wenn man Bürgermeister Bernd Jansens Antwort auf Brigitte Brenners Anfrage hört, sieht der das auch so: „Die Chance, auf Gleisabschnitten der frei gewordenen Eisenbahntrasse Baal-Ratheim oder eventuell auch auf deren ganzer Länge einen Fuß- und Radweg anlegen zu können, sollte unbedingt auf ihre Nutzungsmöglichkeit geprüft werden; auch wenn bereits Radwege mit ähnlichen Verläufen vorhanden sind.” Alles in Butter also? Antrag angenommen? Nein. Aber: Es ist ein nur aufschiebendes Nein; also ein Ja, aber...

„Die Verwaltung schlägt vor, dem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen derzeit nicht zu folgen”, hieß es im Bau- und Umweltausschuss. Wobei das Wörtchen „derzeit” betont werden muss. Denn: „Im Jahre 2013 wird die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans in Auftrag gegeben, nachdem zunächst von der Verwaltung die Kosten dafür ermittelt wurden...”

Damit gaben sich die Grünen „derzeit” zufrieden. Sie wollten nur verhindern, sagte Fraktionsmitglied Ulrich Horst, „dass unser Antrag wieder in irgendeiner Schublade verschwindet”. Wird er nicht. Weil Hückelhoven auch ein Eldorado für Radfahrer werden will.
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