Kreis Heinsberg - Ein Dankeschön am Tag der Pflegenden

Ein Dankeschön am Tag der Pflegenden

Von: kalauz
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Die Vertreter der verschiedenen Pflegediensteinrichtungen im Kreis Heinsberg, die die Veranstaltung am Internationalen Tag der Pflegenden in der Hückelhovener Aula mittragen. Foto: kalauz

Kreis Heinsberg. Pflegeeinrichtungen im Kreis Heinsberg bedanken sich bei ihren Mitarbeitern „für ihre gute Arbeit“ und laden sie zu einer „Dankeschön-Veranstaltung“ ein. Diese findet am kommenden Montag, 12. Mai, in der Aula des Gymnasiums in ­Hückelhoven statt.

Für Unterhaltung sorgen dabei „Hastenraths Will“ alias Christian Macharski, der seine „Laudatio auf die Pflegenden“ eigens für diesen Tag einstudiert hat, und die Mönchengladbacher Coverband Booster. Aber natürlich wird an diesem Internationalen Tag der Pflegenden auch die Politik zu Wort kommen. Denn die Pflege alter oder kranker Menschen ist ein gesellschaftliches Problem, das immer mehr auf den Nägeln brennt.

Zwei Schirmherren

„Wer ist für die Pflege eigentlich politisch zuständig: Die Landesregierung oder ist es Sache der Bundesregierung?“ So fragte bei der Vorstellung der Veranstaltung, an der sich die meisten Pflegeeinrichtungen im Kreis Heinsberg auch finanziell beteiligen, Heinz-Willi Schmitz als Vertreter der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Er sprach sich sehr dafür aus, dass „die Politiker, die nach Hückelhoven kommen, auch etwas von unseren Problemen mitnehmen“. Und es kommen Menschen, die durchaus Einfluss auf die weitere Zukunft der Pflege in Alteneinrichtungen haben: Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen hat ebenso zugesagt wie Erwin Rüddel, Sprecher aus der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, aber auch Volkhard Dörr von der Stabstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung beim Kreis Heinsberg und Herbert Löscher, Regionaldirektor der AOK im Kreis Heinsberg, sind dabei. Die Schirmherrschaft haben Landrat Stephan Pusch und Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen übernommen.

„Es ist richtig, dass es in den vergangenen Jahren wesentliche Verbesserungen im Bereich der Pflege gegeben hat“, sagte Bernd Bogert von den St.-Gereon-Seniorendiensten in Brachelen und wies insbesondere auf die Ausbildung im Pflegedienstbereich hin. „Aber“, dies betonte er im gleichen Atemzug, „es gibt noch eine Unmenge in den kommenden Jahren zu tun.“ Er verwies dabei unter anderem auf die „Veränderung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes“.

Initiiert wurde die „Dankeschön-Veranstaltung“ zum Internationalen Tag der Pflegenden von Manuela Garbrecht. „Der Begriff der Pflege ist in unserer Gesellschaft nicht positiv besetzt“, sagte die Ausbildungskoordinatorin bei den St.-Gereon-Seniorendiensten. Stationäre Pflege werde oft noch mit „Folterkammer“ gleichgesetzt. Der überaus engagierten und guten Arbeit („Wir müssen unter Bedingungen arbeiten, die nicht immer positiv sind“, so Garbrecht), die die Pflegekräfte in den verschiedenen Einrichtungen täglich leisten würden, auch eine öffentliche Wertschätzung zu geben – auch deshalb würde man in die Aula des Hückelhovener Gymnasium einladen.

Die Veranstalter erwarten, dass die Aula am kommenden Montag um 17 Uhr mit 750 Menschen voll besetzt sein wird. Unter anderen auch mit vielen, die zu Hause pflegerische Dienste leisten. Denn: „Der größte Pflegedienst sind die pflegenden Angehörigen“, sagte Marcel Ballas von Lambertus in Hückelhoven. Nicht zuletzt auch ihnen gelte die „Dankeschön-Veranstaltung“ am Internationalen Tag der Pflegenden.

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