Ein Café statt einer einfachen Begegnungsstätte

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Auf die Eröffnung des „inclusio” stießen die stellvertretende Geschäftsführerin der Lebenshilfe, Ursula Siemes, Vorstandsmitglied Agi Palm, Bistro-Leiterin Ute Jansen, Bürgermeister Peter Jansen und die Hausbewohner Josef Giebel und Hans Werner Jewerutzky an. Foto: Koenigs

Erkelenz. Dazugehören wollen sie, die Bewohner des Wohnverbundprojektes der Lebenshilfe Heinsberg in Erkelenz. Und deshalb heißt das Café im Erdgeschoss des fertig gestellten Gebäudes auch „inclusio”.

In dem Neubau an der Südpromenade leben seit November 23 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsformen und Betreuungsbedarf, die vorher in Wassenberg gewohnt hatten. Das neue Café im Erdgeschoss soll Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung sein. Am Freitag wurde es offiziell eröffnet. Für eine professionelle Bewirtung sorgt Ute Jansen, die in Wegberg gastronomische Erfahrung aufweisen kann. Im Laufe des kommenden Jahres soll das Café dann auch mit Hilfe der Bewohner betrieben werden, die dort eine feste Anstellung finden sollen, betonte Agi Palm von Vorstand der Lebenshilfe.

Die stellvertretende Geschäftsführerin der Lebenshilfe, Ursula Siemes, betonte, der Name „inclusio” dokumentiere den Willen der Bewohner, dabei zu sein. Die gesellschaftliche Situation von Menschen mit Behinderung befinde sich derzeit in einem „hochdynamischen Umbruch”. Behinderte würden nicht mehr integriert, was auch Anpassung bedeute. Vielmehr nehmen sie selbstverständlich an dem gesellschaftlichen Leben und den Prozessen teil. Gesellschaftliche Teilhabe sei der Modus, um das Recht auf Teilhabe zur Lebenswirklichkeit werden zu lassen. Das Café sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

„In Erkelenz ist die Lebenshilfe von Null auf Hundert gestartet”, sagte Bürgermeister Peter Jansen mit Verweis auf die Wohnanlage und die Arbeitsstätte im Gipco. Mit dem Wohnverbundprojekt und dem angeschlossenen Café in „prominenter Lage” sei man mitten in Erkelenz angekommen.

Dabei war zunächst gar kein Café beabsichtigt gewesen, sondern eine weniger aufwendig geplante Begegnungsstätte für Behinderte und Nichtbehinderte. Während der Planung stellte man fest, dass der Raum „zu schade” sei für eine kleine Lösung, wie Michael Kleinen von der Lebenshilfe am Rande der Eröffnung erklärte. So seien die Idee und das Konzept geboren, die in dem Café ihre stilvolle Umsetzung fanden. Der Boden ist mit dunklem Holz ausgelegt, farblich dazu passend ist das Mobiliar aus gemütlichen Sesseln gewählt.
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