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Ehemaliger Leiter des Kreisgymnasiums: Trauer um Franz-Josef Lennertz

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Kreis Heinsberg. Die 2003 gegründete Arbeitsgemeinschaft der Senioreninitiativen im Kreis Heinsberg trauert um ihren ehemaligen Vorsitzenden Franz-Josef Lennertz, Oberstudiendirektor i. R., der im Alter von 80 Jahren gestorben ist.

Der ehemalige Leiter des Kreisgymnasiums Heinsberg war Mitgründer und von 2004 bis 2014 über zehn Jahre Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, deren Ziel es ist, die aktive Beteiligung der Senioren am sozialen, kulturellen und politischen Leben zu fördern und die ältere Generation zu motivieren, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten in die aktuelle Politik einzubringen.

Der „großartige und hartnäckige“ Franz-Josef Lennertz, so sein Nachfolger im Amt des Vorsitzenden, Heinz-Peter Benetreu, habe sowohl der Politik als auch der Verwaltung auf Kreisebene wichtige Anregungen zur modernen Seniorenpolitik gegeben. So habe er, unterstützt durch ein Leitungsteam, Gespräche mit Parteien, Spitzenkräften der Kreisverwaltung und dem Landrat geführt, um eine moderne, generationenübergreifend denkende und handelnde Interessenvertretung für und mit Senioren durchzusetzen.

Auf ständiges Drängen der Arbeitsgemeinschaft – mit Franz-Josef Lennertz an der Spitze – wurde schließlich 2009 vom Kreistag der Beirat für Senioren und Generationenfragen eingerichtet, der 2014 in Beirat für Generationenfragen umbenannt wurde. Der Seniorenpolitiker Lennertz übernahm von 2009 bis 2014 den Vorsitz in diesem Beirat. Unter seiner Leitung stellte sich schnell heraus, dass sich die Besetzung des Beirates mit Vertretern der Senioreninitiativen, der Familien- und Jugendarbeit und der Fraueninitiativen bewährte.

Mit großem Engagement und viel Herzblut hatte Lennertz gerne Verantwortung übernommen. Aus gesundheitlichen Gründen stand er im Jahr 2014 schweren Herzens nicht mehr für Funktionen in der Arbeitsgemeinschaft und auch nicht mehr für die Mitarbeit im Beirat zur Verfügung.

Benetreu, der seit 2014 die Arbeitsgemeinschaft leitet, würdigte Lennertz‘ Tat- und Durchsetzungskraft: „Seine Antriebskraft für sein ständiges und erfolgreiches Wirken war geprägt von dem Wunsch, die Lebensumstände seiner Mitmenschen aller Generationen nachhaltig zu verbessern.“ An diesem Ziel werde die Arbeitsgemeinschaft weiter arbeiten, so der Vorsitzende.

Das Kreisgymnasium Heinsberg hatte Lennertz von 1987 bis 2001 geleitet. Er galt als ein engagierter Lehrer, der Literatur und Musik liebte und sich mit Begeisterung für seine Fächer Deutsch und Katholische Religionslehre einsetzte. Über seine Aufgaben als Schulleiter hinaus ließ er es sich bis zu seiner Pensionierung nicht nehmen, eigenen Unterricht zu erteilen und Schüler zum Abitur zu führen.

Lennertz habe sich einem klassischen Bildungsideal verpflichtet gefühlt, heißt es in einem Nachruf, „woraus sich eine in sich stimmige Vorstellung von Schule als Ort des geordneten und gerechten Zusammenwirkens von Schülern, Lehrern und Eltern ergab, die in seiner Amtszeit prägend für die Schule wurde“. Seine Verbundenheit zum Kreisgymnasium drückte sich auch in seinem Engagement für den Verein der Freunde, Förderer und Ehemaligen aus, den er neu begründete.

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