DRK-Kreisverband verfügt über einen Solferino-Saal

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Kreis Heinsberg. Am 12. August jährt sich die Unterzeichnung der Genfer Konventionen zum 60. Mal und der DRK-Kreisverband verfügt über einen Solferino-Saal.

„60 Jahre nach Unterzeichnung der Genfer Konventionen ist der Grund für diese Übereinkommen leider immer noch aktuell: Die Konventionen sollen das Leid von verwundeten und kranken Soldaten, Kriegsgefangenen und Zivilpersonen lindern. Mit diesem Ziel wurden 1949 die aktuellen Genfer Abkommen unterzeichnet, die fast alle Staaten ratifiziert haben. Seit 1977 kamen drei Zusatzprotokolle hinzu. Und die vielen Kriege und Konflikte auf der Welt machen deutlich, dass die Konventionen - leider - immer noch notwendig sind.” Mit diesen Worten umschreibt der Heinsberger Kreisvorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Dr. Michael Vondenhoff, die internationalen Abkommen.

Gort Houben, stellvertretender DRK-Kreisvorsitzender, erläutert den historischen Zusammenhang, an den auch vom DRK-Kreisverband mit der Namensgebung für den Veranstaltungsraum in der neuen Geilenkirchener DRK-Unterkunft (Solferino-Saal) erinnert wurde: „Bereits 1864 wurde das erste Genfer Abkommen, betreffend der Linderung des Loses der im Felddienst verwundeten Militärpersonen´ angenommen. Diese Unterzeichnung können wir als Geburtsstunde der weltweiten Rotkreuz-Bewegung bezeichnen.”

Schon fünf Jahre früher entstand der Rotkreuz-Gedanke: 1859 fasste der Schweizer Kaufmann und Begründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant, nach der Schlacht von Solferino in Italien seine Erlebnisse auf dem Schlachtfeld im Buch „Eine Erinnerung an Solferino” zusammen. Nachdem im Oktober 1863 Regierungsvertreter, Vertreter anderer Organisationen und Privatleute die Ideen Dunants diskutiert hatten, besiegelten Vertreter von rund einem Dutzend Länder im August 1864 durch völkerrechtliche Verträge die Aufnahme und Pflege von verwundeten Soldaten. Gleichzeitig stellte diese erste Genfer Konvention auch die Gründungsurkunde für die internationale Rotkreuz-Bewegung dar.

Zur Arbeit des DRK-Kreisverbandes Heinsberg vor diesem historischen Hintergrund erklärt Vondenhoff: „Der Einsatz im Kriegsfall spielt für uns im Kreisverband Heinsberg zum Glück keine wichtige Rolle. Aber mit unseren Sanitätseinsätzen bei Veranstaltungen, mit unserem Behindertenfahrdienst und mit vielen anderen Angeboten stehen wir in der Tradition von Henry Dunant. Wir helfen dort, wo Hilfe notwendig ist! Und mit Hilfe der Gedenktage wollen wir uns auch erinnern, welche wichtigen Beiträge unsere Vorgänger geleistet haben, damit wir heute unsere Arbeit für das Rote Kreuz verrichten können. Hier bei uns zum Glück in einer Friedenszeit!”
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