Kreis Heinsberg - DRK-Kreisverband ist auf dem Weg zur schlagkräftigen Organisation

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DRK-Kreisverband ist auf dem Weg zur schlagkräftigen Organisation

Von: Helmut Wichlatz
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DRK-Geschäftsführer Lothar Terodde begutachtet mit Hardy Hausmann die Kleiderspenden im Kleiderstübchen. Foto: Wichlatz

Kreis Heinsberg. Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) muss „zukunftsfähig“ werden und sich für die gesellschaftlichen Aufgaben der Gegenwart positionieren. Dies ist eines der Ziele von Lothar Terodde, der vor 18 Monaten das Amt des Geschäftsführers antrat.

Der 42-jährige meint neben der seinerzeit dringend nötigen wirtschaftlichen Gesundung des DRK im Kreis vor allem Schlagkraft und Kampagnenfähigkeit. Was die finanzielle Seite betrifft, ist der Verband auf dem besten Wege. Der Negativtrend der vergangenen Jahre konnte 2013 umgekehrt werden, und auch für dieses Jahr rechnet Terodde mit einer Fortsetzung der Konsolidierung.

Für den Umbau des DRK im Kreis zu einer schlagkräftigen und kampagnenfähigen Organisation hat er sich eine Zielmarke von drei Jahren gesetzt. Dafür muss Terodde eine Brücke schlagen zwischen der eher pragmatischen Sichtweise der Ehrenamtler und der professionellen Sicht eines Unternehmens, das auch langfristig auf gesunden Beinen stehen muss. „Die Ehrenamtler setzen sehr pragmatische Schwerpunkte“, betonte er beim Gespräch mit unserer Zeitung. „Sie sehen den Katastrophenschutz oder die Blutspendenaktion und setzen sich dafür ein.“ Dabei ist der finanzielle Aspekt für sie naturgemäß eher nebensächlich. „Doch gesunde Einnahmen machen auch beweglich und ermöglichen unsere Leistungsvielfalt“, betonte Terodde.

Das Spektrum des DRK reicht von Erster Hilfe und der Seniorenbetreuung sowie Essen auf Rädern oder dem Kleiderstübchen bis hin zur kreisweiten Altkleidersammlung, bei der in diesem Jahr über 70 Tonnen gesammelt werden können.

Im kommenden Jahr steuert das DRK die 450 000. Blutspende im Kreisgebiet an. Jedes Jahr hat das DRK durch seine verschiedenen Angebote und Dienstleistungen Kontakt zu rund 15 000 Bürgern im Kreis, fast 3600 Menschen absolvierten 2013 beim DRK ihren Erste-Hilfe-Kurs oder eine entsprechende Auffrischung. Beeindruckende Zahlen, die nach seiner Meinung vor allem eines ausdrücken. „Die Menschen haben großes Vertrauen gegenüber dem Roten Kreuz“, erklärt Terodde. „Diesem Vertrauen müssen wir auch durch eine moderne und zeitgemäße Ausrichtung gerecht werden.“

Sein Ziel ist die Vernetzung der einzelnen Dienste und Gruppen, um jederzeit schlagfertig reagieren zu können, wenn das DRK gebraucht wird. Wichtige Stichworte in seinem Plan sind „gesellschaftliche Teilhabe“ und „Quartiersentwicklung“. Gemeint ist eine Stärkung der Strukturen vor Ort, die pflegende Angehörige ebenso unterstützen wie das selbstständige Leben im hohen Alter ermöglichen. Da die Gegebenheiten vor Ort jedes Mal anders seien, sei das Know-how der Ehrenamtler wichtig, die schon seit Jahren dort tätig sind.

Ein Thema, bei dem viele Vereine ans Klagen kommen, ist die Jugendarbeit. Hier ist das DRK im Kreis auf der sicheren Seite, denn die Zahlen des Kreisverbandes des Jugendrotkreuzes (JRK) sind seit Jahren stabil. Mit ihnen verbindet Terodde ein weiteres Ziel. Sie sollen auch helfen, die Lücke beim Schulsanitätsdienst zu schließen. Nur rund die Hälfte der weiterführenden Schulen im Kreis hat derzeit einen solchen Dienst. Dabei sei er sich der Tatsache durchaus bewusst, dass es in diesem Bereich einen Verdrängungswettbewerb der Vereine und Institutionen gebe, dem sich das DRK positiv stellen müsse, erklärte er.

Schon heute stehe man in einem regen Austausch mit Initiativen wie den Lebensrettern der Hückelhovener VIKZ-Moscheegemeinde. Weitere Kooperationen mit anderen Gruppen und Vereine seien durchaus denkbar und wünschenswert. „Wir müssen das DRK noch fester in der Gesellschaft verankern“, lautet sein Planziel. „Nur so können wir auch in Zukunft vor Ort für die Menschen da sein, die Hilfe brauchen.“

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