Kreis Heinsberg - Dr. Gerd Hachen stellt neues schulpolitisches Konzept der CDU vor

Dr. Gerd Hachen stellt neues schulpolitisches Konzept der CDU vor

Von: defi
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Bei der Diskussionsveranstaltung der CDU in Wassenberg-Birgelen: Bernd Krückel (l.) begrüßte das Publikum. Dr. Gerd Hachen (r.) stellte das neue schulpolitische Konzept der Landes-CDU vor. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Ist die Hauptschule tot? „Nein!”, sagt der CDU-Politiker Dr. Gerd Hachen. Der Erkelenzer Abgeordnete ist stellvertretender Vorsitzender des Schulausschusses im Landtag und stellte im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung des CDU-Kreisverbandes Heinsberg das schulpolitische Konzept der CDU Nordrhein-Westfalens mit dem Titel „Jedem Kind gerecht werden” vor.

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Bernd Krückel begrüßte zu dieser Veranstaltung im Forum in Wassenberg-Birgelen ein sehr interessiertes Publikum. Ziel der Veranstaltung war es, die Anregungen der Diskussionsteilnehmer in den Abstimmungsprozess für die endgültige Entscheidung über das bildungspolitische Grundsatzpapier der CDU NRW einfließen zu lassen.

Das Konzept soll am 12. März auf dem Landesparteitag in Siegen beschlossen werden. Die CDU will damit deutlich Stellung gegenüber den Plänen der rot-grünen Landesregierung beziehen. Bewährtes bewahren und Neues einfließen lassen, lautet die Devise.

Aus den Rückmeldungen im Rahmen der Veranstaltung hat Hachen eines mitgenommen: „Wir müssen das Schulsystem nicht neu erfinden. Eine Schule für alle, wie es die Landesregierung möchte, ist nicht im Sinne der CDU-Mitglieder.” Das differenzierte Zwei-Säulen-Modell soll nach Auffassung der CDU ein flexibler Weg in die Zukunft sein und jedem Kind die bestmögliche Schulausbildung mit dem entsprechenden Abschluss ermöglichen.

Das Modell setzt weiterhin auf den gymnasialen Bildungsweg, der direkt zum Abitur führt. Die zweite Säule bilden die Sekundarschulen, die die Ausbildungsreife und den Mittleren Schulabschluss für ihre Schüler ermöglichen sollen. Das Zei-Säulen-Modell soll einen Schulabschluss wohnortnah gewährleisten. Die Profilierung der Hauptschule als berufsqualifizierende Schule soll intensiviert werden.

Hachen: „Wir wollen vor allem die Durchlässigkeit des Schulsystems verbessern, wie es zum Beispiel beim Modell Aachen-Ost schon praktiziert wird. Schulen die so miteinander kooperieren, müssen auch personell gestärkt werden.” Ziel ist es, mit dieser angestrebten Durchlässigkeit Schülern - angepasst an ihre individuelle Entwicklung Ñ häufiger Schulwechsel zu ermöglichen.

„Wir wollen unser vielfältiges differenziertes Bildungsangebot weiterentwickeln und Bildungsgänge auch dort erhalten, wo Schülerzahlen für ortsnahe Schulen nicht mehr reichen”, so Hachen.

Verbundschulen sollen deshalb bereits mit zwei Klassen pro Jahrgang gebildet werden können. Auch müsse man den Wunsch der Eltern ernst nehmen, die für ihre Kinder den besten Schulabschluss wollen und Angst davor haben, dass ihre Kinder in eine Perspektivlosigkeit geraten, wenn der Hauptschulabschluss nicht gewürdigt werde.

Fraglich sei jedoch, ob der beste Abschluss für jedes Kind das Abitur sein könne. Es gebe auch keinen Beleg dafür, dass der gemeinsame Unterricht aller Kinder in einer Schulform Vorteile gegenüber dem differenzierten Schulsystem bringe. Hachen verwies auch auf die Bedeutung der Berufskollegs im Hinblick auf solche Schüler, die etwas später durchstarten.
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