Donum Vitae: Perspektiven aufzeigen für ein Leben mit Kind

Von: anna
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In den neuen Räumlichkeiten des Regionalverbandes von Donum Vitae in Heinsberg: Vorsitzende Barbara Schmitz, ihre Stellvertreter Franz Korte und Elisabeth Diederichs sowie die Beraterinnen Irina Naber und Ute Boetzkes begrüßten die Gäste zur Einsegnung. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Seit zehn Jahren gibt es einen Regionalverband von Donum Vitae mit Sitz in Heinsberg. Mit den Räumlichkeiten an der Geilenkirchener Straße 5 hat diese Beratungsstelle für schwangere Frauen nun einen neuen Standort. Zuletzt musste sie ihre Adresse im Gebäude der evangelischen Kirche an der Ostpromenade aufgeben, weil dieses verkauft wurde.

Mit den Worten „Nach einer Odyssee haben wir eine neue Heimat gefunden”, begrüßte Vorsitzende Barbara Schmitz die Besucher, die zur Einsegnung der neuen Räumlichkeiten nach Heinsberg gekommen waren. Dazu gehörten auch Vertreter von Donum Vitae auf Bundes- und Landesebene.

Den liturgischen Teil der Feier übernahmen Regionaldekan Gottfried Maria Graaff und der Heinsberger Propst Markus Bruns. In der Lesung befasste sich die stellvertretende Vorsitzende Elisabeth Diederichs mit der Thematik Sprache und deren Klang. So kam sie auch zum Herz, das besser höre, als Ohren es könnten. Der Schlüssel zu einem seligen Leben sei das reine und hörende Herz, „das Herz, das auf die Stimme Gottes hört”, ergänzte Bruns. Er wünschte Donum Vitae, am neuen Standort „ein Ort des Hinhörens, des Wahrnehmens, des Annehmens” zu werden. „Dazu braucht es Ohren, die hinhören und zuhören, Herzen, die sensibel sind, Hände, die auffangen, und einen Mund, der Worte der Ermutigung spricht”, sagte er.

Schwierige Aufgabe

„Sie zeigen in aufmerksamer Zuwendung behutsam Perspektiven für ein Leben mit Kind”, umschrieb Jakob Gerards, Erster Beigeordneter der Stadt Heinsberg, in seinem Grußwort treffend die Tätigkeit von Donum Vitae. „Sie haben die schwierige Aufgabe zu lösen, den Ratsuchenden klar zu machen, dass sie allein ihrem Gewissen gegenüber verantwortlich sind und nicht irgendeiner Institution. Das hat etwas mit Würde zu tun.” In individuellen Gesprächen blieben die eigenverantwortliche Entscheidung der Frau und das ungeborene Leben gleichermaßen im Blick. „Sie lassen Menschen in Lebenskrisen nicht im Stich und zeigen damit, dass Ihnen bewusst ist, dass der Mensch nicht nur verantwortlich dafür ist, was er tut, sondern auch für das, was er nicht tut”, sprach er den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle seine „persönliche Bewunderung” aus und übergab ein Geschenk der Kreisstadt.

Der Regionaldekan hatte für die Beratungsstelle ein gläsernes Kreuz mitgebracht.

Jährlich etwa 600 Beratungskontakte

In den neuen Räumlichkeiten in Heinsberg an der Geilenkirchener Straße 5 verfügt Donum Vitae über zwei Beratungsräume, ein Sekretariat und einen Teamraum, der auch Treffpunkt ist für „Kids und Co”. Da kommen 14-tägig junge Mütter und ihre Kinder sowie Schwangere zusammen.

Derzeit verzeichnet Donum Vitae jährlich etwa 600 Beratungskontakte, die in knapp 300 konkrete Beratungen münden.

Die Mehrzahl davon sind Beratungen in sogenannten Konfliktsituationen. „Genau dafür sind wir hier mit Donum Vitae auch angetreten”, erklärte Diplom-Sozialarbeiterin Irina Naber, die hauptamtlich als Beraterin tätig ist.
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