Kreis Heinsberg - Die Zielplanung soll gebündelt werden

Die Zielplanung soll gebündelt werden

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Im Zuge der Einführung von Controlling in der Kreisverwaltung war im März von der Mehrheit im Kreistag auf Antrag von CDU und FDP beschlossen worden, „zeitnah“ eine strategische Zielplanung zu verabschieden. Der Entwurf soll vom Landrat bis Ende Oktober dem Kreistag zugeleitet werden.

„Eine erfolgreiche strategische Zielplanung setzt voraus, dass sich in der Kreisverwaltung eine Einheit gebündelt mit der Weiterentwicklung des Kreises befassen und klären wird, mit welchen Mitteln dieser Prozess umgesetzt werden kann“, erklärte Landrat Stephan Pusch jetzt im Kreisausschuss.

Zu diesem Zweck will Pusch, sollte er denn am 25. Mai wiedergewählt werden, zu Beginn der neuen Legislaturperiode – entsprechend der Empfehlung der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) – ein „Büro des Landrates“ einrichten.

Weitere zentrale Aufgaben

Nach den Vorstellungen von Pusch werden dann in diesem Büro alle für die Zielplanung relevanten Informationen zusammenlaufen. Und in diesem Büro werden auch weitere zentrale Aufgaben wahrgenommen: Betreuung von Kreisausschuss und Kreistag sowie Zuständigkeit für Öffentlichkeitsarbeit und Partnerschaftsangelegenheiten. Ernst Kremers – derzeit Leiter des Hauptamtes – soll als künftiger Leiter dieses Büros zugleich die Aufgaben eines persönlichen Referenten des Landrates übernehmen.

Mit der Einrichtung eines solchen Landratsbüros einhergehen würde die Zusammenlegung von Haupt- und Personalamt, das künftig vom aktuellen Leiter des Personalamtes, Alexander Knorren, geleitet werden soll. Dieses Amt wäre auch künftig zuständig für sämtliche Fragen aus dem Personalbereich, so unter anderem für die Ermittlung des hausinternen Stellenbedarfs und Themen der Personalentwicklung.

Helmut Preuß vor dem Ruhestand

Zum Jahresende tritt Dezernent Helmut Preuß in den Ruhestand: Dann sollen die bisherigen Dezernate I und III unter Federführung von Philipp Schneider zusammengelegt werden. Damit würde sich künftig die Kreisverwaltung nur noch in vier Dezernate gliedern.

Auf die Einrichtung eines dezentralen Controllings auf Dezernatsebene will Pusch jedoch verzichten. Eine zentrale Bündelung sei sinnvoller, sagte er.

Eine weitere Maßnahme, die noch in diesem Sommer umgesetzt werden soll, ist die Einrichtung einer zentralen Vergabestelle im Amt für Recht und Kommunalaufsicht, welche die Vergabeverfahren künftig nach einheitlichen Standards abwickeln würde.

Bereits teilweise umgesetzt wurde nach Angaben des Landrates die Empfehlung der KGSt, Vollstreckungsverfahren künftig nicht mehr in einzelnen Fachämtern zu betreiben, sondern im Amt für Finanzwirtschaft und Beteiligungen zu bündeln. Ebenfalls als „bereits umgesetzt“ bewertete Pusch die Führungskräfteentwicklung und die damit verbundene Entwicklung eines einheitlichen Führungsverständnisses.

Seit circa einem Jahr schule die Verwaltung amtierende Führungskräfte. Der Landrat weiter: „Darüber hinaus sollen Mitarbeiter, die bislang noch keine Führungsaufgaben wahrnehmen, für solche aber grundsätzlich in Frage kommen, auf einen möglichen Einsatz als Führungskraft rechtzeitig vorbereitet werden.“ Dazu habe er bereits vor einem Jahr ein Nachwuchskräfteprogramm aufgelegt.

Wissensmanagement

Zudem empfiehlt die KGSt nach Darstellung von Pusch eine Reihe weiterer verwaltungsinterner Maßnahmen wie den Aufbau eines Wissensmanagements sowie eines Informations- und Kommunikationskonzeptes oder die Weiterentwicklung der Aus- und Fortbildung. „Es ist beabsichtigt, auch diese Maßnahmen so weit wie möglich umzusetzen“, sagte der Landrat.

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